Libertärer 1.Mai

Interview mit uns im Underdog Fanzine

„e*vibes ist eine Gruppe von Menschen, die sich im Herbst 2011 in Dresden gegründet hat. Diese setzt sich schwerpunktmäßig mit Feminismus und Sexismus auseinander, denn „diese Auseinandersetzung findet einerseits (erzwungenermaßen) ständig im Alltag, andererseits auf unseren wöchentlichen Treffen statt“(1).
Auf diesen Treffen tauschen sich Menschen aus, bilden sich gegenseitig weiter, planen Veranstaltungen und (Re-)Aktionen. So bietet die Gruppe monatlich „Feminismus zum Kennenlernen“ im cafém (2) an und die Möglichkeit, den Raum mit emanzipatorisch, feministischem Ansatz zu gestalten. Darüberhinaus gibt es einen Brunch, Infostände, Bücherecken und Workshops zu sexistische Diskriminierung, Geschlechtsidentitäten, feministische Theorien und Handlungsstrategien.

Was ist e*vibes: Alternativer Frei-, Schutzraum, kollektiver Akt des Widerstands?
Malte: Tja, was sind wir?! Vielleicht nichts von alledem.
Gloria: Doch, irgendwie schon – von allem ein bisschen. Wir versuchen, unsere Veranstaltungen und Plena zu einem geschützten Ort zu machen. Einen Raum bzw. Rückszugsraum, in dem man freier ist von Diskriminierung und freier ist, sich zu entfalten, Widerstand zu üben. Diese Räume können Menschen auch wieder Kraft geben, um Widerstand (in privaten Räumen) zu leisten.
Malte: Wir sind eine Gruppe, der es um Austausch mit anderen oder untereinander, sowie wie um (Weiter-)Bildung geht, die Veranstaltungen unterschiedlichster Art (Partys, Konzerte, Diskussionen, Workshops, Vorträge, Camps, Inputwochenenden) organisiert, eine Politgruppe, eine Gruppe von Freund_innen und mittlerweile auch ein Verein.

Welche eigenen Erfahrungswerte hat es notwendig gemacht, e*vibes zu gründen?
Gloria: Puh. Da gab und gibt es immer noch super viele Gründe. Zumeist Diskriminierungs- und Gewalterfahrungen. Beispiele gibt es sehr viele. Um ein paar zu nennen: Sprüche, Beleidigungen gegenüber Lesben, Frauen*, sexuelle Grenzüberschreitungen.. [mehr]“

Brasilien und die Fußball-Weltmeisterschaft der Männer

[English]

Was stellt ihr euch vor, wenn jemand ‘Brasilien’ sagt? Karneval, sonnige Strände und Fußball?

Sehr gut – und genau weil Brasilien diesen Ruf hat, eine Fußball-Nation zu sein, ist es keine Überraschung, dass es diesen Sommer Gastgeberland der Fußball-Weltmeisterschaft sein wird.

Was euch allerdings überraschen könnte, sind verstörende Fakten rund um das Event: über 30 Milliarden US-Dollar werden von der brasilianischen Regierung für die Vorbereitungen ausgegeben – und das in einer Situation mangelhafter Gesundheitsversorgung, öffentlicher Bildung, öffentlicher Verkehrmittel usw.. Mehr als 250 000 Menschen wurden aus ihren Wohnungen zwangsgeräumt. Und die FIFA, die Milliardeneinnahmen durch das Event erwartet, wird keinerlei Abgaben zahlen müssen.

Die meisten Brasilianer_innen sehen die Absurdität von all dem und bereiten sich auf Proteste vor. Der Staat ist sich aber dessen bewusst und mobilisiert, Protestierende als Terrorist_innen betrachtend, Polizeikräfte.
Wahrscheinlich wird es während des Events viele schwer verletzte oder gar tote Protestierende geben.
Wie es der FIFA-Sicherheitsberater Andre Pruis gegenüber Journalist_innen ausdrückte, werden Gummigeschosse als ‘Maßnahme auf niedriger Stufe’ betrachtet: ‘Sie tun weh, aber was soll die Polizei denn tun? Spielzeug-Pusterohre benutzen? Oder Wasserwerfer? Das funktioniert ab einem bestimmten Punkt nicht mehr’.‘Man muss sie auseinandertreiben’.

Wir sollten nicht ignorieren, was dort passiert, auch wenn es so weit weg ist. Wir sollten etwas tun! Lasst uns uns treffen und über die Weltmeisterschaft reden, über die Situation in Brasilien und über Möglichkeiten, unsere brasilianischen Genoss_innen zu unterstützen.

Montag, 14. April, ab 19 Uhr im kosmotique, Martin-Luther-Straße 13

Unsere Waffe ist Solidarität!

Der Vortrag wird gehalten von Maria aus Prag, die vor kurzem einige Zeit in Brasilien verbracht hat. Dabei lernte sie einige Anarchist*innen und Libertäre kennen, wie auch die dort gerade entstehende neue Protestbewegung. Es wird auf Englisch gesprochen, aber wir werden eine parallele Flüster-Übersetzung ins Deutsche anbieten.

Veranstaltung@FB

AFem2014 organisieren! Eine anarchafeministische Konferenz in London am 19. Oktober 2014

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Im Januar wurde der folgende Aufruf in englischer Sprache veröffentlicht. Kurz darauf gab es noch ein Statement „zu Inklusion“ auf der Konferenz. Nun wurde beides von jemandem aus unserer Gruppe ins Deutsche übersetzt und erschien kürzlich in der März-Ausgabe der Gǎi Dào, der Zeitschrift der Föderation deutschsprachiger Anarchist*innen (FdA). Wir werden in den kommenden Monaten versuchen, euch auf dem Laufenden zu halten. Dazu wäre es super, wenn sich noch Menschen bereiterklären würden, sich verbindlich an Englisch-zu-Deutsch-Übersetzungen zu beteiligen. Was auch jetzt schon interessant wäre: Welche Gedanken und Fragen habt ihr dazu? Was wollt ihr diskutieren? Und: Wer will hinfahren? :) Hier der Aufruf:

AFem2014 organisieren: eine anarcha-feministische Konferenz in London am Sonntag, 19. Oktober 2014

(veröffentlicht: 13.01.2014)

Wer sind wir?
Wir sind eine Gruppe von Anarcha-Feminist_innen verschiedenen Geschlechts und unterschiedlicher Hintergründen, die zusammen gekommen sind, um ein anarcha-feministisches Event zu organisieren. Dieses wollen wir nutzen, um konkret auf Veränderungen unserer eigenen Praxis hinzuarbeiten und darauf, die Institutionen und Ideen, die uns beherrschen, zum Umsturz zu bringen.
 
Was ist AFem2014?
AFem2014 wird der erste Teil einer (hoffentlich) kommenden Serie internationaler anarcha-feministischer Konferenzen sein. Die Notwendigkeit dafür ist innerhalb anarchistischer Organisierung schon lange offensichtlich.
Versuche, uns stillzustellen, unsere Ideen schlecht zu machen oder zu verniedlichen, sowie körperliche Übergriffe und Vergewaltigungen haben zu einer gewissen Wut auf die Maskulinisierung unserer Bewegung geführt. Wir sind nicht zu gleicher Zahl repräsentiert und werden oft nicht ernst genommen. Während wir auf dem Papier gleichberechtigt sind, stehen wir manchmal selbst in unseren eigenen Gruppen und Organisationen Unterdrückung gegenüber.
Hindernisse für unsere volle politische Teilhabe bleiben intakt. Das bedeutet, dass unsere anarchistische Bewegung nicht wirklich ‚anarchistisch‘ ist. Wir werden das nicht weiter tolerieren. Wir wollen unsere Bewegung verändern.
 
Zudem haben, betrachtet man die breite Gesellschaft, die vermeintlichen Errungenschaften des liberalen Feminismus keine Gleichberechtigung gebracht. Etablierte Reformer_innen und autoritär-linke Parteien erreichen wenig für uns. Das trifft auf rechtlichem, ökonomischem, sozialem und politischem Gebiet zu, sowie auf persönliche Beziehungen. Wenn wir an einer feministischen Konferenz arbeiten, in deren Zentrum klassenkämpferischer Anarchismus und der Kampf für ökonomische Gleichstellung stehen werden, wissen wir, dass der Kapitalismus nicht der einzige Feind ist. Wir werden klein gehalten und voneinander getrennt durch viele Arten der Herrschaft, die sich in komplexer Weise kreuzen und überlappen.
Rassismus, Ableism*, Trans*phobie, Ageism* sowie Unterdrückung in Zusammenhang mit Religion oder Kultur sind verbreitete Formen, denen wir entgegentreten, aber es gibt viele mehr. Dies kann sich ebenso stark auf uns auswirken wie ökonomische Ausbeutung – und manchmal noch viel unmittelbarer.
 
Daher verstehen wir Anarcha-Feminismus nicht als bloße Antwort auf Anarchismus und Feminismus. Anarcha-Feminismus ist eine anti-autoritäre, unterdrückungs- und herrschaftsfeindliche Kritik der kapitalistischen kyriarchischen1 Form sowie eine Waffe, die wir in unserem täglichen Leben nutzen können. Wir wollen Überschneidungen zwischen Herrschaftsformen untersuchen, Theorie entwickeln, von anderen lernen und bei praktischen Schlussfolgerungen für die Praxis ankommen.
 
Für wen ist die Konferenz offen?
Die Konferenz ist nicht offen für cis-Männer (Männer, die sich mit dem Geschlecht, das ihnen bei der Geburt zugewiesen wurde, wohlfühlen), allerdings offen für Menschen aller anderen Geschlechter bzw. keinen Geschlechts. Sie bemüht sich, ein Ort für trans*, queere und nicht-binäre2 Menschen sowie Menschen unklaren oder fließenden Geschlechts zu sein, ebenso wie für cis-Frauen. Wir werden auf der Konferenz keine Geschlechts-Darstellungen kontrollieren, allerdings werden wir nicht zögern, trans*phobe, cis-sexistische oder binaristische Sprache, Verhalten oder Grundhaltungen anzugehen.
 
Wie wird die Konferenz strukturiert und organisiert sein?
Wir schlagen eine Struktur sich überschneidender thematischer Treffen und Themenblöcke vor – mit Ergebnissen am Ende der Konferenz, die wir mitnehmen, nutzen und auf die wir aufbauen können. Wir laden Menschen dazu ein, Treffen und ganze Themenstränge zu initiieren, mit dem Fokus auf anarcha-feministischer Analyse und Praxis. Darin sollen von people of color*, trans*-, genderqueeren und nicht-binären Menschen, Sexarbeiter_innen sowie körperlich und psychisch behinderten Menschen selbstorganisierte Stränge enthalten sein. Wir sind verpflichtet, unser Mögliches zu tun, eine breites Spektrum von Menschen in unsere Organisierung einzubeziehen, weshalb solche Stränge durch das ganze Projekt hindurch prioritär unterstützt und mit Mitteln ausgestattet werden. Um zur vollen und freien Teilnahme der zum Kommen Aufgerufenen beizutragen, wird es auf der Konferenz eine klare und bedeutungsvolle safer spaces-Politik3 geben.
 
Bitte bringt euch ein
Die Konferenz war eine Initiative von Anarcha-Feminist_innen innerhalb der Anarchist Federation (AF, anarchistische Föderation Großbritannien) und die Organisationsgruppe schließt Repräsentant_innen der International of Anarchist Federations (IFA-IAF) und ihrer Mitglied-Föderationen ein, der Solidarity Federation (SF-IWA) sowie einer wachsenden Zahl ungebundener und autonomer Anarcha-Feminist_innen. Es gibt viel zu tun und wir laden euch ein, mitzumachen und uns zu helfen, dieses aufregende Ereignis zu gestalten; mit euren Ideen, Konzepten und in der praktischen Organisation.
 
Bitte nehmt Kontakt auf, wenn ihr mit dem obenstehenden Ansatz einverstanden seid und euch der Organisationsgruppe anschließen möchtet, als Einzelne_r oder Delegierte_r, oder wenn ihr ein bestimmtes Treffen bzw. Themenstrang mitorganisieren oder daran teilnehmen wollt.
 
Bitte streut dieses Statement breit innerhalb eurer Gruppen, Organisationen und Netzwerke und bewegt sie dazu, zu Unterstützer_innen und Mitwirkenden zu werden.
 
Bitte helft uns, Geld für dieses Ereignis zu beschaffen. Je mehr wir bekommen, umso inklusiver und internationaler kann die Konferenz sein.

Es freuen sich darauf, mit euch zusammenzuarbeiten…
…die Organisator_innen des AFem2014
 
Januar 2014
Email: afem [at] afed.org.uk

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Über Inklusion und die Konferenz AFem2014 – vom Organisationskommitee

(veröffentlicht: 20.01.2014)

In der letzten Woche haben wir einen Aufruf, sich an der Konferenz-Organisation zu beteiligen, veröffentlicht und verbreitet. Dieses Statement wurde wegen seiner Erklärung der Entscheidung, Cis-Männer nicht zum Organisieren oder Teilnehmen an der Konferenz einzuladen, breit als cis-sexistisch kritisiert4.
Die Wut und die Verletzungen, die dieses Statement bei trans*Personen, genderqueeren, gender-fluiden und nicht-binären Menschen verursacht hat, tun uns aufrichtig leid und wir sind dankbar für die Kritik, die wir erhalten haben. Wir schätzen die Energie und Zeit all derer, die uns offene Briefe und Emails geschrieben oder die Sache in sozialen Netzwerken diskutiert haben. Die AFem2014-Konferenz sollte in ihrer Organisation weder Cis-Sexismus noch andere geschlechtliche Unterdrückung reproduzieren.
Wir lesen eure Kritiken und überlegen, wie wir unsere Vorgehensweise verändern können.
Unser Ziel ist es, einen sicheren und empowernden, herrschaftskritischen Raum zu schaffen für alle, die Unterdrückung in Zusammenhang mit Geschlecht erfahren. Wir gestehen ein, dass wir das bisher in unseren Planungen nicht geleistet haben. Wir als Organisierende sind bereits eine gemischtgeschlechtliche Gruppe, würden uns aber freuen, von mehr trans*-, genderqueeren, gender-fluiden und nicht-binären Menschen etwas zum Thema zu hören. Lange hat es Spannungen dahingehend gegeben, wie ein sichererer Raum für aufgrund von Geschlecht unterdrückte Menschen geschaffen werden kann und wir wollen, dass dieses Gespräch zu einer besseren Praxis beiträgt.
Bitte kontaktiert uns per Email unter afem [at] afed [dot] org [dot] uk, wenn ihr Punkte habt, derer wir uns annehmen sollten.
Unser nächstes Organisations-Treffen findet am 8.Februar in London statt. Sagt uns bescheid, wenn ihr vorbeikommen und Teil dieser Diskussion sein wollt.

Anmerkung zur Übersetzung:
Wenn ihr den Text diskutiert, kommentiert oder kritisiert, bedenkt bitte, dass Übersetzungen es immer schwer haben, alle Implikationen oder auch den Tonfall adäquat wiederzugeben. Begriffe aus den gender und queer studies ins Deutsche zu übersetzen, ist schwierig. In deutscher Sprache an englischssprachig schon lange geführte Diskurse anzuknüpfen, ist schwierig. Erst recht, wenn man darin, wie ich, nicht geübt ist. Man hätte noch viel mehr Erklärungs- und Anmerkungs-Fußnoten einbauen können. Aber: Zu viele Fußnoten und zu langer Text sind auch schwierig. Verbesserungsvorschläge: gern! Die Übersetzerin.

  1. Kyriarchie: miteinander verbundene, interagierende, multiplikative Systeme von Herrschaft und Unterwerfung, in denen dieselbe Person in einem Kontext Unterdrückte und in einem anderen Kontext privilegiert sein kann. Wird z.B. im Feminismus zur Erweiterung des Begriffs des Patriarchats genutzt. (Anm. d. Übers.) [zurück]
  2. binär: zweiteilig, bezieht sich hier auf oft unhinterfragtes, ausschließliches Modell der Zweigeschlechtlichkeit (Anm. d. Übers.) [zurück]
  3. safer space: ’sichererer‘, geschützterer Raum; bezieht sich hier auf diskriminierungskritische Praxis. Beispielsweise kann ein Raum geschützt, bzw. geschützter als andere, vor rassistischer Diskriminierung sein, wenn er privilegierte weiße Menschen ausschließt (Anm. d. Übers.). [zurück]
  4. Es gab und gibt eine breite, teils hoch emotionale Diskussion, die zu verfolgen interessant ist. Um mal ein Diskussionsfeld zu umreißen: Sind trans*Männer keine ‚richtigen‘ Männer, auch wenn sie dies sein wollen? Wie lässt sich die gemeinte Unterdrückung treffend benennen? Werden trans*Männer ‚als Frauen‘ unterdrückt? Oder ‚aufgrund ihres Geschlechts‘ – das aber in diesem Fall gar nicht ‚ihres‘ ist? Wie ist das bei trans*Frauen? In diesem Text lautet die Formulierung nun ‚gender oppressed people‘. Dies mit ‚geschlechtlich unterdrückt‘ zu übersetzen, kennzeichnet Geschlecht nicht als konstruiert. Deshalb wähle ich lieber Formulierungen wie ‚im Zusammenhang mit‘ / ‚in Bezug auf‘ / ‚aufgrund von Geschlecht“ – also: weil so etwas wie Geschlecht existiert… Vielleicht wäre ’sexistisch unterdrückt‘ noch besser? (Anm. d. Übers.) [zurück]

Unterstützt Rheinland!

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Gutes Leben ohne Sorgen! (Diskussionsanregungen zur Care Revolution)

Rückblick auf die Veranstaltung am 16.01. in der EHS

Vom 14.-16. März 2014 findet in Berlin die „Aktionskonferenz Care Revolution. Her mit dem guten Leben – für alle weltweit!“ statt.
Vor vier Wochen, am 16.01., gab es an der EHS Dresden (Evangelische Hochschule für Soziale Arbeit) eine Infoveranstaltung dazu. Jeweils kurze Inputs brachten eine Vertreterin des AK Reproduktion bzw. der Konferenz und Vertreter_innen von uns sowie vom Allgemeinen Syndikat Dresden/FAU Dresden. Danach gab es eine Diskussion, in der weniger diskutiert als vielmehr diverse Themen auf den Tisch gebracht und Standpunkte in den Raum geworfen wurden. Aber immerhin – schließlich gab es eine derartige Veranstaltung in Dresden noch nicht. Vielleicht war dies ein Auftakt für das so notwendige kontinuierliche ‚Dranbleiben‘ am Thema.
Die Veranstaltung wurde zum Nachhören aufgenommen. Denkwürdig ist’s, wie Getrommel und Gejubel mutmaßlicher EHS-Studierender von der gleichzeitig dort stattfindenden ‚Medienkunstnacht‘ hinaufdringen und das Verstehen erschweren ;-) Viel Spaß damit: Audiomitschnitt

Unser Input während der Infoveranstaltung ging zunächst kurz um die Frage, warum sich Feminist_innen eigentlich mit Sorgetätigkeiten beschäftigen. Also: Wie hängen Care-Tätigkeiten und deren gesellschaftliche Abwertung mit Geschlecht zusammen? Dieser konstitutive Zusammenhang fehlte uns im Aufruftext, der die Frage, warum man eigentlich weniger Geld bekommt, offenlässt. Danach nannten wir einige Punkte, die uns einerseits oft bei Protesten zum Thema, andererseits bei der Konferenz zu kurz kommen oder problematisch scheinen. Diese kommen hiermit nochmal schriftlich und etwas ausformulierter, um damit Diskussionen auf der Konferenz bzw. um sie herum anzuregen.

Probleme und Diskussionsfragen

Immer wieder mal gibt es Proteste im bezahlten Sozial- oder Pflegebereich, bei denen einige Ansätze, Aussagen oder Schild-Aufschriften echt problematisch sind. Da gibt es Demos gegen Sozialabbau („Wir sind mehr wert!“) oder gegen Krankenhausprivatisierungen, „Pflege am Boden“-Flashmobs etc.
Die Konferenz reiht sich in diese insofern mit ein, dass sie solche Proteste vernetzen und bündeln will. ‚Anders‘ ist an der Konferenz, dass im Programm Geschlecht thematisiert wird, was bei Protesten zum Thema oft nicht ‚auf dem Schirm‘ ist – da besteht noch Interventionsbedarf. Außerdem stellt der Konferenzaufruf klar, dass es im Kapitalismus eben nicht um menschliche Bedürfnisse geht (man sich darüber also nicht zu wundern braucht) und deshalb eine grundlegende Veränderung stattfinden muss. Aus diesen und anderen Gründen unterstützen wir den Konferenzaufruf, auch wenn uns einiges fehlt, zu kurz kommt oder ähnlich problematisch gesagt wird wie in o.g. Beispielen.

Zuweilen werden einige Tätigkeiten als besonders ‚menschliche‘ moralisch geadelt. Als wenn sie irgendwie mehr als andere den menschlichen Bedürfnissen dienen würden. Aber Hegen und Pflegen und Sorgen und Kümmern sollten nicht glorifiziert werden.

Kein Bereich innerhalb des Kapitalismus dient menschlichen Bedürfnissen. Bedürfnisse werden zwar befriedigt, aber dies ist eher Nebenprodukt – darum geht es nicht. Das ist auch bei Sozialarbeit o.ä. nicht anders. Ob die engagiert arbeitenden Individuen das so wollen oder nicht. Die Tätigkeit der Pflegerin hat mit der der Bankangestellten ihre Lohnarbeitsförmigkeit gemeinsam, wenn sich auch vermutlich der Lohn unterscheidet. Aber inwiefern geht es im Pflege- oder Bildungssektor mehr um menschliche Bedürfnisse als im Immobilien- oder Aktiengeschäft? Wer sagt eigentlich, welches wirklich echt menschliche Bedürfnisse sind? Gepflegt werden und zur Schule gehen schon, einkaufen oder Auto fahren nicht? Alle Bedürfnisse sind gesellschaftlich vermittelt; es ist unmöglich, unmittelbar ‚menschliche‘ zu finden. Die Tischlerin und Designerin macht Öko-Möbel für glückliche Menschen, der Politiker im Bundestag kümmert sich um Menschen, die Versicherungsberaterin kümmert sich um Menschen, sie alle sind ganz menschlich und besorgt. Unterschiede bestehen bei diesen Berufen, die alle „was mit Menschen“ machen, sicher im Grad der gesellschaftlichen Vermittlung. Aber auch in Berufs- und Selbstbildern der dort jeweils Tätigen.

Gerade der Berufsethos im Sozialbereich „Ich helfe aufopferungsvoll (ggf.: und liebe es), das macht mich zur Heldin“ ist ideologische Verschleierung, die an Erkenntnis, Problembewusstsein und schließlich Arbeitskämpfen hindert. Es ist also fraglich, ob es eine gute Strategie ist, politisch genau auf dieses (Selbst-)Bild zu setzen, um Verbesserungen der Bedingungen einzuklagen.

Die Schwierigkeit, in diesem Sektor zu streiken, wenn es nicht auf die Kosten von z.B. pflegebedürftigen Menschen gehen soll, liegt klar zutage. Also: Was können Druckmittel von ‚Care‘-Protesten sein? Um überhaupt an diesen Punkt zu kommen, muss klar gesagt werden, dass es sich hierbei nicht um nette menschliche Gesten, sondern um Lohnarbeit handelt, die immer Ausbeutung ist. Das kann man sagen, auch wenn man ‚das eigentlich gern macht‘ usw. Das ist ja gerade das Absurde: Hier können besonders gut Löhne gedrückt werden, weil es wirklich unmenschlich wäre, diesen Menschen nicht zu pflegen. Aber es so zu tun, ist noch lange nicht ‚menschlich‘. Denn die Formen der Tätigkeiten im Kapitalismus verhindern, dass man sie wirklich gut machen kann.

Das betrifft nicht nur die Lohnarbeitsform, sondern auch die häuslichen, familiären, unbezahlten Tätigkeiten, die zumeist Frauen* überlassen bleiben – ob diese nun zusätzlich lohnarbeiten oder nicht. Diese Tätigkeiten sind auch nicht reiner oder echter oder menschlicher oder vom ‚bösen Außen‘ verschont. Das Private ist heute (im schlechten Sinne) politisch, nämlich gesellschaftlich durchdrungen. Es ist nicht ‚verschont‘, sondern ausgeschlossen, beschränkt und unsichtbar.

Beide Bereiche gehören, in ihrer Abhängigkeit voneinander, gemeinsam überwunden.
Es ginge um die allgemeine Befreiung von Mühsal und Plackerei.

Wir können nur erahnen, wie Tätigkeiten in einer befreiten Gesellschaft aussehen würden, die menschlichen Bedürfnissen dienten – welche auch immer das dann wären. Vielleicht müssten viele Arbeiten nicht mehr unter solch unzumutbaren Bedingungen oder gar nicht mehr gemacht werden. Vielleicht würden neue Tätigkeitsbereiche entstehen. Klar ist nur: Sie wären weder lohnarbeitsförmig organisiert noch der Privatsphäre oder einer gesellschaftlich abgewerteten Gruppe zugewiesen.

Wenn es also um die Überwindung von Lohnarbeit und ihrer Care-Seite inklusive häuslicher Sphäre geht, was bringt dann die spezielle Aufwertung bestimmter Tätigkeiten?
Inwiefern derartige Forderungen realpolitisch sinnvoll sein können, ist zu diskutieren. Jedoch muss darüber hinausgeblickt werden, soll die Realpolitik nicht richtungslos bleiben oder in eine falsche Richtung laufen.
Protestierende mit Slogans wie „Wir sind mehr wert“ können nicht sehen, dass sie im Kapitalismus eben nicht „mehr wert“ sind (auch nicht nach ausführlicher Wert-Schätzung). Erst recht nicht, dass Wert und Mehrwert eigentlich ihr Problem sind. Und: Mit Aussagen wie „Gutes Leben braucht Sorge“ (Titel der Veranstaltung in der EHS) wird ein „Gutes Leben ohne Sorgen“ undenkbar.
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Eine weitere Frage, die doch wichtig wäre zu klären: Wie verhält sich die heutige Forderung nach Aufwertung von Sorgetätigkeiten zu der propagandistischen Aufwertung von ‚einfacher Arbeit‘ und ‚Mutterschaft‘ im NS? Auch wenn man am Ende zu der Antwort gelangt, dass das doch absolut nichts miteinander zu tun hat: Die Frage sollte man sich stellen. Und dann dafür sorgen, dass es nichts damit zu tun hat.

Im Nationalsozialismus waren Frauen* insofern den Männern* gleichgestellt, als dass sie sich gegen den gemeinsamen ‚Feind‘, die Juden_Jüdinnen zusammenschlossen. Sie waren nicht bloße ‚Gebärmaschinen‘. Ihre Mutterschaft wurde hochgelobt, ihre Tätigkeiten im Haushalt oder bei der Erziehung der Kinder immer mehr anerkannt. Das 1938 von Hitler gestiftete Mutterkreuz unterstreicht die Bemühungen der NSDAP, diese „Frauenaufgabe“ aufzuwerten. Im eigenem Heim wurde selbstbewusst „in kleinstem Rahmen der Kampf gegen den inneren Feind, den undeutschen Geist, ausgetragen“ (Frauenführerin Irene Seydel, zit. nach L. Radonic).

Weibliche Erwerbsarbeit nahm ab 1933 stetig zu. Einerseits aufgrund des Ausfalls männlicher Soldaten als Arbeitskraft, aber auch durch Professionalisierung vorheriger Hausarbeit. Die Anerkennung lief darüber, dass ja jedes Glied der ‚arischen Volksgemeinschaft‘ wichtige Arbeit für deren Weiterbestand und Optimierung leiste. (Artikel dazu: Radonic und Walterspiel)

Damit im Hinterkopf ist es interessant, sich Argumentationen von z.B. Gewerkschaften oder Protestaufrufen heute anzugucken..
Die letzte großangelegte Kampagne zur Aufwertung einer Berufsgruppe waren wohl die vor Nationalstolz strotzenden Plakate von „Das Handwerk“. „Ich bin nicht nur Handwerker. Ich bin der Motor, der Deutschland antreibt.“
Hoffentlich schreiben sich das nicht bald irgendwelche Mütter auf die Fahnen. Denkbar wäre auch: „Ich bin keine Hausfrau. Ich bin das Notstromaggregat, das die Produktion am Laufen hält.“ Oder „Ich bin kein Altenpfleger. Ich pflege deutsche Tradition.“
Hoffentlich bleibt uns das erspart. 1

Die Frage wird sein, ob etwas eingefordert wird und was, von wem und mit welcher Begründung. Wenn man z.B. von einer staatlichen Institution irgendwas fordert (mehr Geld oder so) und dann anfängt, seinen Anspruch darauf zu rechtfertigen, muss man sich auf etwas berufen, das allgemein wichtig gefunden wird. Wir leisten was für die deutsche Wirtschaft.2
Der absurde Versuch müsste sein, sich von derartigem Populismus abzugrenzen, ohne komplett unbeachtet zu bleiben.

Die Organisator_innen der Konferenz scheinen jedenfalls mögliche problematische Lesarten oder Abwandlungen ihrer Kritik bzw. ihrer Forderungen nicht zu befürchten. Auch nicht in Richtung einer personalisierten Kapitalismus‘kritik‘ – was angesichts der Bandbreite der beteiligten Gruppen nicht abwegig ist. Naja, Revolutionen schlagen einfach nicht fehl.
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Eine ganz wichtige Frage, die lediglich in einem angekündigten Workshop 3 kurz gestellt wird, ist:
Welche Rolle nehmen wir mit Kritik an Zuständen und dem Bestreben nach einer anderen Organisation von Sorgearbeiten ein?
Krisen erfüllen im Kapitalismus zwar die Funktion eines ‚heilsamen Gewitters‘, aber wenn zu viele Leute durchs soziale Netz fallen, laufen Produzieren und Konsumieren auch nicht mehr so gut.4
Der Kapitalismus ist darauf angewiesen, Arbeit ständig neu zu organisieren, Arbeitsteilung zu optimieren usw.. Angewiesen auch auf unsere Kreativität ‚von unten, wie jetzt mit den existierenden Problemen umgegangen werden kann. Man kann das als Chance sehen, was aber eine Tendenz zur Beschönigung von Elend hat.

Tragen unsere Überlegungen und pragmatische Verbesserungsvorschläge also einfach nur zur Optimierung des Kapitalismus bei, zum Abfedern von Symptomen? Dass sie dazu beitragen, ist klar – und auch wichtig, weil irgendwer die Verrohung in Grenzen halten muss. Aber die Frage ist: bleibt es dabei?
Wie können wir mehr machen als nur zu reproduzieren – oder weniger? Wie überschreiten wir dieses einzelne Verschieben, das gesellschaftliche Verhältnisse unangetastet lässt?

Vielleicht ist ein Ansatz, mehr zu sein als das: sich mit eben dieser Rolle auseinanderzusetzen, sie zu reflektieren, sie (auch öffentlich) abzulehnen und diese Ablehnung als Ausgangspunkt zu nehmen.
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Wir finden wichtig, dass diese Punkte/Fragen diskutiert werden. Ob das auf der Konferenz passiert (wenn sie es auch nicht unbedingt herausfordert), hängt an allen Anwesenden. Ansonsten gibt es ja noch viele andere Orte – zu Hause, am Arbeitsplatz, in der Politgruppe oder ganz woanders.

So, Aufbruchstimmung vermiest?

  1. „Ich baue keine Stadien. Ich gebe 80.000 Menschen ein Zuhause.“ oder „Ich repariere keine Motoren. Ich lasse Herzen wieder schlagen.“ zeigen wieder mal, dass das mit der Rede von ‚menschlichen‘ Bedürfnissen ’ne schwierige Angelegenheit ist. [zurück]
  2. Aber: Im Sozialbereich geht es bei Förderanträgen allerdings meist um „Europa“ oder „benachteiligte Gruppen“ – entkräftet das die Argumentation? [zurück]
  3. „B1. Funktionialisierung von Moral“: „(…)Auf einmal lastet gesellschaftliche Verantwortung auf uns, auf den einzelnen Personen und wir sollen ausbügeln, was strukturell nicht funktioniert und wo politische Entscheidungen die Bedingungen verschlechtern.(…)“ http://care-revolution.site36.net/ablauf/workshops/#b1 [zurück]
  4. Wie viele Leute das sind, und wie viele als ‚Überflüssige‘ gelten, auf deren Reproduktion das Kapital nicht mehr angewiesen ist, hängt auch von sozialen Kämpfen ab. Wenn immer mehr ‚überflüssig‘ sind – woran können oder wollen wir dann überhaupt noch appellieren? [zurück]

cafém – feminismus zum kennen_lernen #7

audre lorde

[English]

Im März-cafém werden wir weiterhin Schwarzen Feminismus und Schwarze feministische Bewegung_en in Deutschland thematisieren.

Wie immer wird es vorne im Barbereich Brunch, Spielecke, Bücherstand, Zines dazu Tee und Kaffee geben. Im hinteren Bereich gibt es in verschiedenen Ecken Möglichkeiten sich auf unterschiedliche Art und Weise mit ausgewählten Texten, Gedichten und Audiobeiträgen zur Thematik zu beschäftigen.

Um 17 Uhr wollen wir gemeinsam den Film „Audre Lorde – Die Berliner Jahre 1984 bis 1992“ sehen. Der Dokumentarfilm vermittelt Audre Lordes Beiträge zu dem deutschen Diskurs über Rassismus, Xenophobie, Antisemitismus, Klassenunterdrückung, und Homophobie. Er legt einen Schwerpunkt auf Audre Lordes Beziehung zur deutschen Schwarzen Diaspora und auf ihren literarischen und politischen Einfluss. Es werden die Entstehung einer afro-deutschen Bewegung und die Ursprünge der antirassistischen Bewegung vor und nach der deutschen Wiedervereinigung beleuchtet. Die Anfänge der politischen Debatten werden festgehalten und ermöglichen so eine historische Analyse und ein Verstehen gegenwärtiger Debatten zum Thema Identität und Rassismus in Deutschland.

Wo? Im kosmotique, Martin-Luther-Str. 13, DD
Wann? Am Sonntag den 16.03.14 von 14-20 Uhr
Genaue Zeiten:
14 – 17 Uhr Lesen&Diskutieren von Texten und hören der Audiobeiträge
17 Uhr Film mehr Infos

++Bustickets zur Frauen*kampftagsdemonstration in Berlin++

Ein paar Infos zu den Tickets.
Kostenfaktor: 5-15€
Verkaufsort: Buchladen König Kurt (AZ Conni, Werktags von 15-21h).
Abfahrtszeit: 08.März// 9.30h am Neustädter Bahnhof (Hansastraße).

Mehr Hintergrundinfos gibt es hier.

„Yo Decido“– Ich habe mehr als Bauchschmerzen

(YOU REMEMBER, MEIN BAUCH…?)

Feministisches Foto-Shooting & Amusement
8. März 2014, Internationaler Frauenkampftag, ab 18 Uhr
kosmotique, Martin-Luther-Str. 13, Dresden-Neustadt
*

In Spanien soll die freie Entscheidung für eine Abtreibung abgeschafft werden. Die erst 2010 dort eingeführte Fristenregelung wird damit Geschichte. Das neue sogenannte „Gesetz zum Schutz des empfangenen Lebens und der Rechte der schwangeren Frau“ wird Schwangerschaftsabbruch generell unter Strafe stellen. Eine Abtreibung wird daher künftig nur bei „Gefahr für physische und psychische Gesundheit der Frau“ sowie nach einem „Delikt gegen die sexuelle Freiheit und Integrität“ – sprich nach einer Vergewaltigung – möglich sein. Bevor eine Abtreibung aus medizinischen oder psychologischen Gründen möglich wird, braucht es in Zukunft ein Gutachten von zwei unabhängigen Ärzt_innen. Ein_e dritte_r Ärztin_Arzt kann dann den Abbruch vornehmen. Sie dürfen jedoch nicht in derselben Klinik arbeiten – somit wird das zu einem Spießrutenlauf für die Betroffenen. Das neue Gesetz wirft spanische Feminist_innen und Abtreibungsbefürworter_innen um mehr als 30 Jahre zurück. Den Schwangeren wird das Recht über sich zu entscheiden genommen. Besonders schlimm trifft es Arme und Flüchtende, im Gegensatz zu Vermögenden, können sie nicht im Ausland abtreiben lassen.

Das entspricht der faktischen Abschaffung des Rechts auf Abtreibung in Spanien! GRRR!

No way! Keine Kriminalisierung von Abtreibungen!

Kommt also am Internationalen Frauenkampftag zu einem Soli-Foto-Shooting in die kosmotique. Kommt als Gruppen, Freund_innen oder Bezugsgruppen, als Einzelpersonen, Fangruppen oder Sportteams, bringt Soli-Plakate mit und lasst Euch fotografieren. Die Fotos werden dann als Soli-Gruß an feministische Zusammenhänge in Spanien geschickt und wir werden Sie als kleine Ausstellung in der kosmotique zeigen.

Also bastelt schöne Pappen, Transpis, Pappmaché-Plastiken oder studiert Choreografien als Gesten Eurer Solidarität!

Selbstverständlich anonymisieren wir Euch, wenn Ihr das gerne wollt!

Mehr Infos: http://jungle-world.com/artikel/2014/03/49158.html

* Eine Veranstaltung der Kosmotiqueler_innen, welche wir gerne bewerben :)

Frauen*kampftag 2014

Frauen*kampftag

Wir unterstützen den Aufruf zum Frauen*kampftag 2014.

Cool, dass Leute diese Demo organisieren, um an diesem Tag, dem 8.März, Feminismus kraftvoll auf die Straße zu tragen! Der Aufruf wird von vielen verschiedenen Gruppen getragen und ist somit als eine Art Kompromiss zu sehen. Eigene Statements oder Forderungen von Gruppen oder Einzelpersonen sind gern gesehen.

Wir beteiligen uns an einer regionalen Vernetzung, die nun einen Bus aus Dresden organisiert, mit dem wir alle nach Berlin und zurück fahren können. Ab Dienstag könnt ihr die Tickets im Buchladen König Kurt zu kaufen. Sichert euch frühzeitig Plätze :)

Unser nächstes Vernetzungstreffen findet am 16.02. statt, gegen Ende des cafém, 19 Uhr im kosmotique.
Dazu laden wir euch alle herzlich ein! Geplante Themen sind derzeit; was wir dort eigentlich genau auf die Straße tragen wollen (auch ganz praktisch: was nehmen wir mit?) und ob es dazu noch etwas vorzubereiten gibt. Auch möchten wir darüber reden, ob es noch ganz andere Ideen gibt, was man an diesem Tag so machen könnte. Oder.. Kommt einfach vorbei.
Buskarten wird es bei der Gelegenheit auch geben.

Wir empfehlen natürlich, vorher schon da zu sein und den Vortrag von Sharon Dodua Otoo nicht zu verpassen :)