Archiv für November 2012

Hoch vom Sofa

Trotz Nieselregen und grauer Stimmung geht Ende November nochmal Einiges.

Heute, den 28.11. startet die Austellung zu Gewalt gegen Obdachlose im NS und heute (RAA Sachsen).
Morgen Abend (Donnerstag) gibts nen Vortrag zum Thema Männlichkeit, was das eigentlich ist und was die dann auch noch mit Sexismus zu tun haben könnte (im AZ Conni).

Am 30.11. beginnen im UJZ Korn Hannover die Kritische Tage zum herrschenden Geschlechterverhältnis.
Am selben Tag gibts im Kosmotique wieder ab 16h das Klatsch Café, und ab 19h einen Courage Workshop

Neues Klebeband eingetroffen!!

Wie einige von euch wissen, haben wir im vergangenen Jahr Kleberollen mit „sexistische kackscheisze“ drucken lassen. Dies diente dem Zweck, Sexismus auf der Straße sichtbar zu machen und gleichzeitig unsere ansonsten ehrenamtliche Arbeit besser finanzieren zu können. Nachdem die letzten Rollen vor einiger Zeit von uns verschickt wurden, sind nun endlich wieder neue verfügbar. Da uns im Alltag aber nicht nur Sexismus, sondern auch andere „Kackscheisze“ begegnet, haben wir zusätzlich auch Rollen mit den Motiven „rassistische kackscheisze“ und „nationalistische kackscheisze“ drucken lassen.
Rechtzeitig zur beginnenden Vorweihnachtszeit könnt ihr diese nun bei uns erwerben. Also, falls du/ihr nun Interesse daran hast/habt Werbung, Menschen oder Anderes in eurer Umwelt mit dem Klebeband zu bekleben oder einzuwickeln, meldet euch bitte per Mail bei uns – gegen einen kleinen Spendenrichtbetrag gehören die wunderschönen Rollen euch.

Klebeband

Wir über Uns

Wow, ein Jahr e*vibes, ein Jahr e*vibes Selbstverständnis. Als wir uns vor einem Jahr gegründet haben, erarbeiteten wir einen Text, der uns beschreiben sollte. Seitdem ist viel passiert. Zum Einen sind Menschen hinzugekommen oder auch weggegangen, zum Anderen gibt es immer mehr inhaltliche Auseinandersetzungen und Kennenlernprozesse innerhalb der Gruppe. Momentan ist es jedoch nicht möglich, einen aussagekäftigen Text zu „unseren“, also Gruppen- Positionen zu formulieren. Über manches haben wir unterschiedliche Ansichten, über einiges haben wir uns einfach noch nicht ausgetauscht, über vieles sind wir uns im Unklaren.
Deshalb haben wir uns nun gegen das bisherige Selbstverständnis, für einen ganz, ganz kurzen Text entschieden und hoffen, dass unsere anderen Veröffentlichungen, Aktionen etc. auch Rückschlüsse auf unsere aktuellen inhaltlichen Auseinandersetzungen ziehen lassen. Zudem hat sich eine Untergruppe von e*vibes mit Namen e*space gegründet, die wir euch ebenfalls gern kurz vorstellen wollen. In diesem Sinne – hier ist unser neues „Über uns“:

e*vibes
- für eine emanzipatorische praxis

e*vibes ist eine feste Gruppe von Menschen, die sich im Herbst 2011 in Dresden gegründet hat. Schwerpunktmäßig setzen wir uns mit Feminismus und Sexismus auseinander. Diese Auseinandersetzung findet einerseits (erzwungenermaßen) ständig im Alltag, andererseits auf unseren wöchentlichen Treffen statt. Dort tauschen wir uns aus, bilden uns gegenseitig weiter, planen Veranstaltungen oder (Re-)Aktionen.
Wenn ihr Interesse habt mitzumachen, dann können wir gern gemeinsam gucken, wie das aussehen kann und ob unsere Vorstellungen ungefähr zusammenpassen. Schreibt uns einfach eine Mail.

e*space

Können Räume eine emanzipatorische Wirkung haben? Wie kann sexismuskritische Sensibilisierung, Awareness- und Unterstützungsarbeit aussehen?
Die Gruppe e*space beschäftigt sich, als Untergruppe von e*vibes, mit genau diesen Themen. Innerhalb der Gruppe wollen wir konkrete Konzepte zum Umgang mit (sexistischer) Diskriminierung, Unterdrückung und Gewalt erarbeiten und als Multiplikator_innen mittels Workshops weitergeben. Momentan setzen wir uns zu diesem Zweck mit Begrifflichkeiten wie Definitionsmacht, Gewalt, Konsens u.a. auseinander.
Die Gruppe ist im Zuge der Organisation der 2,7 emanzipatorischen Tage, welche im April 2012 stattfanden, entstanden und erarbeitete hier bereits ein Schutzkonzept. Eine Auswertung des Konzeptes fand u.a. innerhalb des Themenabends „sexismuskritische Praxis im Diskurs“ statt.

Frauen* Öffnungszeiten bei den Werkstattpirat_innen

Beginnend mit diesem Monat wird es eine Öffnungszeit für Frauen bei den Werkstattpirat_innen geben.

Derzeit ist geplant jeden 3.Donnerstag im Monat die Werkstatt von 15-19h nur für Frauen zu öffnen.
Es wird dazu jedesmal einen thematischen Schwerpunkt mit Referentinnen geben. Die Infos dazu wird es in Kürze auf dem Blog der Pirat*innen geben.

Hier erstmal der Ankündigungstext:
Warum sind Männer* hier nicht erwünscht? Frauen* kommen aufgrund des sexistischen Geschlechterverhältnisses in der Wissensaneignung auf handwerklichem Gebiet oft zu kurz. Aus diesem Grund sind uns Frauen*-Räume wichtig, denn sie bieten ausnahmsweise ausschließlich den Menschen einen Freiraum, die allzu oft ausgeschlossen werden Wir streben daher gleichberechtigte Arbeitssituationen an, die es uns ermöglichen, unseren handwerklichen Erfahrungsschatz in einer angenehmen Atmosphäre zu erweitern. Ihr könnt mit und ohne Vorkenntnisse vorbeikommen (und selbstverständlich auch zu den anderen Öffnungszeiten).

*In unseren Augen sind Begriffe wie „Frau“ und „Mann“ sozial konstruiert, nicht „natürlich“ im biologischen Sinn. Mehr dazu auf ihrem Blog.

Außerdem gibt es noch ein paar andere Termine im November die wir interessant finden.