Archiv für April 2013

Nein, nein, das ist nicht der Feminismus!

Ganze sieben Wochen nach der Fishbowldiskussion möchten wir euch nun endlich unsere Eindrücke und Schlussfolgerungen schildern.

Wir wurden das erste Mal zu einer Podiumsdiskussion eingeladen. Für uns stand im Vorfeld zur Überlegung: (Warum) Machen wir das überhaupt? (Warum) Setzen wir uns mit Menschen, die anscheinend kein bisschen Feingefühl besitzen, was Shoa und NS betrifft, gemeinsam auf ein Podium? Würden wir uns mit allen möglichen Menschen auf ein Podium setzen? Machen wir dies nur, weil sie auch das Label Feminismus für sich in Anspruch nehmen? Solche Fragen sollten sich auch Veranstalter*innen ganz intensiv stellen: Wem wollen wir ein Podium bieten?
Wir wollten unsere Kritik noch mal öffentlich kundtun, “mit Gesicht” und auch für Leute, die weniger auf Blogs unterwegs sind, und verhindern, dass Femen die Möglichkeit bekommen, ihre Aussagen unkritisiert darzustellen. Nun hätten wir alternativ einfach die Veranstaltung stören können, jedoch hören viele Leute Störer*innen nicht zu – wir hoffen nun, dass uns auf diesem Wege irgendwer zugehört hat. Im Nachhinein ist immer noch die Frage, ob das die richtige Vorgehensweise war.

Die Diskussion war schnell emotional sehr geladen und drehte sich vorrangig um den Konflikt zwischen Femen Germany und uns bzw. um deren Aktion am 25.01.13 in Hamburg und nicht wie eigentlich geplant um “feministische Protestkultur heute” im Allgemeinen. Das war eine sinnvolle Diskussionsentwicklung, denn es müsste dem Feminismus ja zuallererst um Ziele gehen, nicht nur um Mittel oder Strategien. Wozu sollten wir uns über Aktionsformen unterhalten, wenn keine andere gemeinsame Basis außer dem Feminismus-Label vorhanden ist?
Femen sahen keinen Grund, Abstand von der “Sexindustrie”-Aktion zu nehmen und konnten auch die Kritik an dieser Aktion sowie an ihrer Gruppe nicht nachvollziehen. Die mit Deutschlandlogo-Shirts und Blumenkränzchen geschmückten Femen entschieden sich, die bei der Aktion in Hamburg getätigten Aussagen nicht etwa zu revidieren, sondern zu wiederholen und zu bekräftigen. Prostitution sei ja schließlich schlimm und deshalb müsse mensch sie auch mit anderem Schlimmen vergleichen/gleichsetzen. Es herrschten dabei nun mal teilweise auch Zustände wie in KZs. Außerdem sei so eine Provokation eben nötig, gerade in Deutschland, wo Themen wie der NS und Faschismus tabuisiert würden (dies wurde auch aus dem Publikum geäußert). Dass nach erneuten Relativierungen (immer und immer wieder) die Diskussion nicht sofort beendet wurde, war ein riesiges Zugeständnis, dessen Berechtigung fraglich ist.

Einige weitere Anekdoten in Stichpunkten:

  • Menschen im Publikum, die keinen Bock mehr hatten, sich weiter Bilder mit hitlergrußzeigenden Halbnackten anzugucken, wurde nahegelegt, doch den Raum zu verlassen, wenn sie so was nicht aushalten könnten.
  • Femen, angesprochen auf ihren Nationalismus, wiesen die Zuhöher*innen darauf hin, sie seien doch schließlich auch eine Nation, sie seien Deutschland.
  • Femen werden dem Patriarchat als “Soldatinnen” “an vorderster Front” den Garaus machen.
  • Diejenigen, die freiwilliger Sexarbeit nachgingen, bräuchten sich von ihrer Aktion einfach nicht angesprochen fühlen. (Ebenso wie sich Menschen ohne Brust oder auch mit nicht gängigen Schönheitsidealen entsprechenden Körpern einfach nicht ausgeschlossen fühlen bräuchten.)
  • Femen erklärten, sie müssten ihre Aussagen vereinfachen, denn – völlig klar – mehr als drei Wörter passten nun mal nicht auf einen Körper.
  • “Wir müssen uns von keiner Aktion distanzieren”, ebenso nicht von der White-Power-Bewegung nahestehenden Mitgliedern.

Was sich durch das ganze Gespräch zog, war ein plattes Gegeneinander-Ausspielen von Theorie und Praxis. Wir reden, sie machen. Wir erreichen ganz wenige Leute, sie ganz viele. Mit welchem Inhalt diese eigentlich erreicht werden sollen, scheint zweitrangig.

Wenn es gar nicht mehr weiterging, kam sinngemäß folgendes Totschlagargument: “Das ist eure Meinung, wir haben eben eine andere.” Gratulation! Wer rationelle Einwände konsequent als persönliche Meinung abtut, immunisiert sich gegen jegliche Kritik.

Das Publikum war hauptsächlich unseren Argumenten wohlgesonnen und konfrontierte Femen mit vielen kritischen Fragen oder Vorwürfen. Zudem gab es zwischenzeitlich Lautäußerungen (zumeist Unmutsbekundungen) zum Beispiel von Leuten, die schockiert waren von unsensiblem Sprachgebrauch oder die nicht als “Deutschland” bezeichnet werden wollten. Einige Teilnehmer*innen (inkl. Moderatorin und EMMA-Journalistin) gaben uns das Feedback, die Diskussion sei unfair abgelaufen. Tatsächlich sind wir nicht angereist, um mal nett zu plauschen, uns auszutauschen, voneinander zu lernen, unsere Ideen sich gegenseitig befruchten zu lassen usw., was einige vielleicht unter “fair” verstanden hätten. Die Kritik war berechtigt und auf Fehltritte dieser Dimension sollte nicht mit vorsichtigem Nachfragen reagiert werden.

Einschub 1:
Einen kompletten Audio-Mitschnitt der Veranstaltung (ca. 3h) gibt es hier.

Einschub 2:
Zwangsprostitution und Menschenhandel sind schlimm, aber:

  • das rechtfertigt keine Gleichsetzung der Zustände in Bordellen und denen in KZs
  • sie sind von freiwilliger Sexarbeit („so freiwillig wie Lohnarbeit im kapitalistischen System nun mal sein kann“) zu unterscheiden
  • menschenunwürdigen Zuständen bzw. Arbeitsbedingungen ist nicht durch eine weitreichende Illegalisierung von Prostitution zu begegnen, sondern durch Entstigmatisierung, Arbeitskämpfe etc.. Indem Femen alle Sexarbeiterinnen zu Opfern machen, arbeiten sie einer Verbesserung der Zustände entgegen.

Fazit:

Zusammenfassend hat sich unser Bild von Femen und Femen Germany weder innerhalb der letzten Wochen noch im Speziellen während der Diskussion verbessert. Im Gegenteil, unser Eindruck wurde zunehmend schlechter. Aus unserer Sicht handelt es sich hier nicht um eine feministisch-emanzipatorische Gruppe, sondern um eine straff hierarchisch organisierte Gruppierung, die dem Zweck möglichst viele Menschen zu erreichen alles unterordnet. Es wird schrankenlos “provoziert”, unabhängig davon, welche Auswirkungen dies auf Sexarbeiter*innen, Muslima* oder andere hat, in deren Namen uni(n)formiert, undifferenziert, vereinnahmend und verdammt laut gesprochen wird. Für Medienaufmerksamkeit ist jedes Mittel recht – Begriffe können bunt durcheinandergewürfelt werden, die Shoah stellt hierbei kein Hindernis dar. Im Gegensatz zu Femen Germany gibt es für uns Dinge, die falsch sind, die gefährlich sind und die nicht toleriert werden können. Das ist keine Frage der subjektiven Meinung. Wir prangern nicht an, dass Femen keine Inhalte hätten, sondern ihre Inhalte – aufspürbar in Selbstverständnis, Interviews, Aussagen, Sprüchen, Symbolik und Ästhetik der Aktionen – sind das Problem.

Femen, die eine wachsende Fangemeinde vorweisen können, befeuern Diskriminierung, Geschichtsrevisionismus und was auch immer ihnen gerade opportun erscheint. Darin besteht ihre Relevanz und Gefährlichkeit. Für die bestehenden Geschlechterverhältnisse sind sie ungefährlich.

Es gibt bei den einzelnen Femen-Mitgliedern zu einigen Punkten verschiedene Ansichten, die aber gar nicht oder nicht zu Ende diskutiert werden. Stattdessen wird sich auf den kleinsten gemeinsamen Nenner oder die Anweisungen der Leaderinnen geeinigt. Interne Heterogenität kommt nicht zum Tragen, zumal sie sich nach außen nicht ausdrückt, sondern stattdessen Einigkeit und Stärke demonstriert wird.

Entgegen dem Korpsgeist von Femen und EMMA stellen wir fest: Feminist*innen müssen NICHT zusammenhalten, denn sie wollen nicht alle dasselbe. Stehen sich Ansichten grundsätzlich entgegen, wäre es absurd, stets solidarisch, nett und zuvorkommend zu sein.

Wir lehnen auch in Zukunft jedwede Zusammenarbeit mit Femen und Femen Germany ab und rufen hiermit alle Gruppen und Einzelpersonen auf, denen etwas an einer Gesellschaft freier Individuen und der Aufhebung hierarchischer Geschlechterverhältnisse liegt, Abstand von Femen zu nehmen, ihre Aktivitäten nicht zu unterstützen, Kritik zu üben und wenn nötig und möglich, Aktionen zu unterbinden. Dabei ist der Spagat auszuhalten zwischen dem Anspruch, dass Kritik fundiert und differenziert sein muss, und der Tatsache, dass in den heutigen Zuständen einfache, platte Aussagen in der Öffentlichkeit immer “gewinnen”.

Wir hoffen, dass einzelne Femen-Mitglieder für sich einen anderen Weg finden – Femen sind nicht der Feminismus.

Einladung: Vorüberlegungen zum Umgang miteinander auf dem e*camp

English

Wir machen uns zur Zeit Gedanken darüber, wie wir auf dem e*camp miteinander umgehen wollen und wie wir evtl. auftretenden Grenzverletzungen, Diskriminierung und Gewalt vorbeugen, entgegenwirken bzw. auf diese reagieren können. Zum e*camp werden viele großartige, rücksichtsvolle und sensible Menschen kommen. Was jedoch (sowieso) nie ausgeschlossen werden kann ist, dass unangenehme Situationen auftauchen, auf die dann reagiert werden muss – am besten nicht planlos ;-)
Bei unserer letzten mehrtägigen Veranstaltung, dem „eh!“, hatten wir ein sogenanntes „Schutzkonzept“, das ihr hier nachlesen könnt. Dazu gab es eine Nachbereitung mit Kritik und weiterführenden Überlegungen, wovon es hier eine Zusammenfassung gibt.
Nun erarbeitet unsere Teilgruppe e*space (mehr Infos hier) Strategien für das e*camp: Wie wünschen wir uns den Umgang miteinander auf dem Camp? Wie bekommen wir das hin? Und ansonsten: Was geht gar nicht? Wie gehen wir mit Menschen um, die unsere Vorstellung vom Miteinander nicht teilen? Wie kann Grenzverletzungen, Diskriminierung, Gewalt vorgebeugt werden? Wie können Menschen, die davon betroffen sind/waren, gestärkt und unterstützt werden? Welche „Befugnisse“ soll eine Sensibilisierungs-/Awareness- oder Unterstützungs-Gruppe auf dem Camp haben? Wie können Entscheidungen getroffen werden? usw. usf.
Unsere Ideen und Schlussfolgerungen dazu würden wir euch gern vorstellen – weshalb wir euch herzlich zu einem Treffen einladen wollen:

Samstag, 11.05., 13 Uhr – Kosmotique e.V. (Lutherstr.13)

Einerseits geht es darum, Feedback einzuholen: Wie findet ihr das? Wie klingen unsere Formulierungen? Muss irgendwas dringend verändert werden? Fehlt irgendwas völlig – haben wir irgendwas bisher gar nicht auf dem Schirm gehabt?
Andererseits geht es darum, herauszufinden, ob wer von euch sich vielleicht vorstellen kann, bestimmte Vorhaben (Unterstützung von Grenzverletzung oder Diskriminierung Betroffener, Arbeit mit grenzverletzenden oder diskriminierenden Personen, versch. Möglichkeiten der Sensibilisierung) auf dem Camp konkret mit umzusetzen.

Wir schreiben die Überlegungen bis dahin schonmal zu einem Text zusammen. Wenn ihr den schon vor dem Treffen lesen wollt, könnt ihr euch bei uns melden, dann bekommt ihr ihn, sobald er fertig ist.

Unsere Kapazitäten reichen zur Zeit leider nur dafür, den Text während des Er- und Bearbeitungsprozesses ausschließlich auf deutsch zur Verfügung zu stellen. Am Ende (nach dem Treffen am 11.05.) wird’s aber übersetzt.

Menschen, die an dem Tag nicht in Dresden sein können, aber trotzdem am Treffen „teilnehmen“, es verfolgen und kommentieren wollen, können dies über ein Live-Protokoll im Internet tun. Das ist der Link :)

Die geheimen Tagebücher des SESPERADO. Lesung mit Mutlu Ergün-Hamaz!

Wir freuen uns schon sehr auf folgende Veranstaltung:

Mutlu Ergün-Hamaz erzählt in „Kara Günlük – Die geheimen Tagebücher des Sesperado“ von spaßigen Cihadisten, knallharten Aktivist_innen und einem Lyrical Guerilla, der auch über sich selbst lachen kann. Diese politische Rebellion strapaziert nicht nur das Hirn, sondern auch die Lachmuskeln. Das „Kara Günlük“ ist eine lustige Liebesgeschichte, maskiert als Widerstandskampf und gelebter Widerstand maskiert als Liebesgeschichte. Sesperados Familien- und Freundeskreis entblößt immer wieder die unfreiwillige Komik des Alltagsrassismus und stößt damit Angehörige der Mehrheitsgesellschaft immer wieder aus ihrer Privilegien-Kuschelecke. Kara Günlük – Die geheimen Tagebücher des SESPERADO ist eine amüsante Anleitung, wie man rebellieren und gleichzeitig Spaß dabei haben kann.

04.05.2013, 19 Uhr @AZ Conni

Mutlu studiert an der London School of Economics Soziologie und lebt derzeit als Autor, Pädagoge, Sozialforscher und Performer in Berlin. Seit 2001 ist er Mitglied beim anti-rassistischen Verein Phoenix e.V. und dort als White-Awareness und Empowerment-Trainer tätig. Seit 2010 ist er auch Mitherausgeber für die Edition insurrection notes des Unrast Verlags, wo Autor_innen of Color ihre Prosatexte veröffentlichen können. Er arbeitet seit 2004 als Redakteur beim Kultur- & Gesellschaftsmagazin freitext. Zusammen mit Noah Sow entwickelte er die anti-rassistische politische Satire „Edutainment-Attacke!“, für die er bisweilen in Deutschland performt.

Der Eintritt ist frei*. Kommt zahlreich!

* Wir bedanken uns beim Buchladen König Kurt, beim AZ Conni und bei der Amadeo-Antonio-Stiftung für die Unterstützung. Die Stiftung fördert, berät und vernetzt seit 1998 Projekte gegen rechte Gewalt, Rassismus und Antisemitismus.

e*party

Soliparty für´s e*camp

Datum: 30.04.
Uhrzeit: 22h
Ort: AZ Conni

e*party Awarenessflyer

Musikalisch werden euch die Ehre erweisen:

Saal:
Jeronimo Abolafio (Detroit/Techno///Distillation Processe)
Natasha Gøld (Deep-/Techhouse /// Syndikat // Unikat)
Fluorie (Goa)

Bar:
FLiERS (Indie/Pop/Tronic /// DieSeR – Independent Club)
L_Sa & kikimike (Female Vocalists/Dream Pop/Eletronic /// Squeerdance)

e*camp – weil wir was tun wollen, aber nicht an einer falschen stelle. weil wir woanders hin wollen, aber nicht in eine falsche richtung
Blog
FB – Veranstaltung

Lesekreis „Das Geschlecht des Kapitalismus“ und Uni-Seminar „Feministische Philosophie“

Ab sofort gibt es zwei wöchentliche Veranstaltungen, die wir euch empfehlen möchten:

1. Das „Netzwerk Theorie & Kritik“ organisiert einen Lesekreis zum Thema „Kapitalismus und Patriarchat“ auf der Grundlage von Roswitha Scholz‘ Buch „Das Geschlecht des Feminismus“. Er findet jeden Donnerstag 18:30-20:00 Uhr an der TU, Schumann-Bau (Münchner Platz 3), Raum A107 statt – das erste Mal morgen, am 18.April, mit einer Einführung. Den weiteren Plan findet ihr hier (klick).
Aus der Ankündigung: „Kapitalismus und patriarchales Geschlechterverhältnis sind untrennbar verbunden. Es ist die kapitalistische Warenform selbst, welche ohne die Abspaltung und Minderbewertung eines Weiblichen nicht denkbar ist. Frauen wird in der kapitalistischen Moderne nicht nur die häusliche Reproduktion zugewiesen, sie werden ebenso zur Projektionsfläche von Eigenschaften wie Emotionalität und Verstandesschwäche. Dieser „Wert-Abspaltungs-Theorie“, wie sie von der deutschen Feministin Roswitha Scholz entwickelt wurde, wollen wir uns anhand ihres Werks „Das Geschlecht des Kapitalismus“ nähern. Wie sich zeigen wird, impliziert die Kritik des Abspaltungsverhältnisses eine radikale Neuorientierung kritischer Theoriebildung überhaupt, will diese nicht dem androzentrisch-universalistischen Muster der Aufklärung verhaftet bleiben.“
Wie voraussetzungsvoll oder leicht verständlich, wie spannend oder langweilig die Diskussionen sein werden hängt dann sicherlich von den Anwesenden ab. Also schaut einfach vorbei. Übrigens: Roswitha Scholz wird auch auf dem e*camp im Juni sein…
Wenn eine*r von euch das Buch nicht kaufen kann oder will, schreib uns eine E-Mail, wir können unter Umständen Einzelexemplare verleihen.
(Das „Netzwerk Theorie & Kritik“ organisiert ebenso einen Lesekreis zu „Dialektik: Denken in Widersprüchen“, mittwochs 18-20 Uhr in der kosmotique, Martin-Luther-Straße 13).

2. In diesem Semester gibt es ein Seminar mit dem Titel „Feministische Philosophie“ an der TU, Dozentin ist Constanze Demuth. Dort (wie in vielen Univeranstaltungen) überprüft keine*r, wer anwesend ist und ob du z.B. TU- oder überhaupt Student*in bist. Es sind auch genügend Menschen da, um, wenn gewünscht, in der Masse unterzugehen und ohne Erwartungsdruck in den mehr oder weniger akademischen Unibetrieb reinzuschnuppern.
Das Seminar findet jeden Dienstag in der 5. Doppelstunde, also 14:50-16:20 Uhr im Hörsaalzentrum (Bergstraße 64), Raum 403 statt. Zu jeder Sitzung soll sich mit einem bestimmten Text beschäftigt werden. Zu diesem gibt es am Anfang ein Kurzreferat, dann soll der Text gemeinsam verstanden und darüber diskutiert werden. Diese Texte sind in einem Reader zusammengestellt, der für 6,69€ im Copyshop ESF (Zellescher Weg 21) erhältlich ist. Hier der Seminarplan (eine Textsitzung ist schon vorbei, wie ihr seht):

9.4. Einführung, Referatvergabe
16.4. Elisabeth List: „Der Ort des Weiblichen im philosophischen Diskurs“
23.4. Carol Gilligan/Grant Wiggins: „Die Ursprünge der Moral in den frühkindlichen Beziehungen“
30.4. Seyla Benhabib: „Der verallgemeinerte und der konkrete Andere. Die Kohlberg/Gilligan Kontroverse aus der Sicht der Moraltheorie“
7.5. Annette C. Baier: „What Do Women Want in a Moral Theory?“
14.5. Luce Irigaray: „Ethik der sexuellen Differenz“
28.5. Naomi Scheman: „Feminist Epistemology“
4.6. Alice Crary: „What Do Feminists Want in an Epistemology“
11.6. Judith Butler: „Antigones Verlangen“
18.6. Judith Butler: „Antigones Verlangen“ (2)
25.6. Catherine Clément: „Sängerinnen oder der Frauenzirkus“
2.7. Hélène Cixous: „Geschriebene Frauen, Frauen in der Schrift“
9.7. Seyla Benhabib: „Feminismus und Postmoderne“
16.7. Abschlusssitzung