feministisch. kritisch. theorie. – Sich an die Zukunft erinnern in Berlin

Die drei Vortragenden zu „Feministische Kritische Theorie?!“ auf dem e*camp hatten schon damals angedeutet, sie seien an der Organisation einer ominösen Konferenz so ca. im November beteiligt.
Nun ist es fast soweit: Vom 29.11. bis 01.12. findet in Berlin die studentisch organisierte Konferenz ‚Kritische Theorie – Eine Erinnerung an die Zukunft‘ statt.

Den Organisator*innen geht es darum, ‚die bisher zumeist vereinzelten Elemente einer radikalen Gesellschaftskritik in einem Diskussionsraum zusammen zu führen, in dem sich offen und kontrovers über die Bedingungen und Möglichkeiten zur Transformation der krisenhaften gesellschaftlichen Praxis und die Rolle, welche eine kritische Theorie der Gesellschaft dabei spielt, verständigt werden kann. Versucht werden soll deshalb, den universitären Rahmen bewusst zu überschreiten und eine nicht nur akademische Auseinandersetzung zu führen.‘
Wäre ja schön, wenn der Versuch glückte.

Der feministische ‚Einschlag‘ innerhalb der Organisation ist unverkennbar – so z.B. liegt der Frauen*anteil untypischerweise nur knapp unter der Hälfte aller Referierenden bzw. Künstler*innen.
Was ebenfalls positiv hervorzuheben ist: Es scheinen sich viele Gedanken zum WIE gemacht worden zu sein. Dem o.g. Anspruch soll durch verschiedene Veranstaltungs-Formate Rechnung getragen werden: Es gibt zu Vorträgen oft jeweils ein ‚Ko-Referat‘ (soll ‚die Debatte kontroverser gestalten‘), es gibt ‚Offene Räume‘, ‚Salons‘, Podiumsdiskussionen, Workshops (vorherige Anmeldung nötig, weil jeweils max.20 Leute), Abendveranstaltungen, eine Kunstausstellung sowie Performances. Plus X.

Für Menschen, die sich für explizit feministische Kritische Theorie interessieren (mal abgesehen davon, wie viele der anderen Referierenden ebenso Feminist*innen sind), sei hier auf die Podiumsdiskussion am Samstag, 18-20 Uhr hingewiesen: Roswitha Scholz, Christine Kirchhoff und Elvira Scheich diskutieren, moderiert von Barbara Umrath, über »Die Gegenwart des Patriarchats«.

Hier findet ihr die einzelnen Programmpunkte mit Ankündigungstexten. Die Teilnahme ist kostenfrei. Eine Anmeldung (außer zu den Workshops) ist nicht nötig.
Wer hinfahren und sich dazu verabreden möchte, kann sich per Mail bei uns melden. Aber schnell.