Gutes Leben braucht Sorge – darum: Care Revolution

Veranstaltung am 16.01.2014 um 19 Uhr in der EHS

Um für uns und andere zu sorgen, brauchen wir Zeit und Ressourcen aller Art. Dies ist grundlegend für die Verwirklichung unserer Bedürfnisse und Interessen – für ein gutes Leben. In einem kapitalistischen System stehen menschliche Bedürfnisse jedoch nicht im Zentrum und spielen nur
insofern eine Rolle, als sie für die Herstellung einer flexiblen, kompetenten, leistungsstarken, gut einsetzbaren Arbeitskraft von Bedeutung sind. Sorgearbeit wird gering geschätzt und finanziell weniger unterstützt, Lohne werden gedrückt, Kosten gespart. Das betrifft alle Bereiche sozialer Reproduktion und Care, wie Kinderbetreuung, Gesundheitsversorgung, Pflege, Assistenz, Bildung und Wohnen. Bei der Veranstaltung tragen verschiedene Gruppen ihre Sicht und ihre Erfahrungen vor und wir wollen gemeinsam über die derzeitige Situation in verschiedenen Bereichen sprechen.

AK Reproduktion
e*vibes – für eine emazipatorische praxis
FAU Dresden
AG Beratung, Anlaufstelle für selbstorganisierte Hausprojekte
(angefragt)
IG Fr_eiRäume Dresden (angefragt)

Anja vom AK Reproduktion wird einiges zur Krise sozialer Reproduktion erzählen und von der Planung der Aktionskonferenz Care Revolution
(14.-16.März) berichten. In Zeiten der Krise wird viel von Banken und Staatsschulden gesprochen, doch wir setzen wir uns für einen
Perspektivwechsel ein: Menschliche Bedürfnisse und Interessen müssen im Zentrum der Krisendiskussion stehen. Mit einem Aufruf zur Care
Revolution geht es außerdem darum, Reproduktionsarbeit neu zu bewerten und umzugestalten, dazu gehören auch kollektive Ideen und Commons Strukturen. 45 Gruppen aus der BRD und Schweiz beteiligen sich bereits an der Aktionskonferenz und ihr seid alle eingeladen zu kommen und eure Erahrungen beizutragen.