Interview mit uns im Underdog Fanzine

„e*vibes ist eine Gruppe von Menschen, die sich im Herbst 2011 in Dresden gegründet hat. Diese setzt sich schwerpunktmäßig mit Feminismus und Sexismus auseinander, denn „diese Auseinandersetzung findet einerseits (erzwungenermaßen) ständig im Alltag, andererseits auf unseren wöchentlichen Treffen statt“(1).
Auf diesen Treffen tauschen sich Menschen aus, bilden sich gegenseitig weiter, planen Veranstaltungen und (Re-)Aktionen. So bietet die Gruppe monatlich „Feminismus zum Kennenlernen“ im cafém (2) an und die Möglichkeit, den Raum mit emanzipatorisch, feministischem Ansatz zu gestalten. Darüberhinaus gibt es einen Brunch, Infostände, Bücherecken und Workshops zu sexistische Diskriminierung, Geschlechtsidentitäten, feministische Theorien und Handlungsstrategien.

Was ist e*vibes: Alternativer Frei-, Schutzraum, kollektiver Akt des Widerstands?
Malte: Tja, was sind wir?! Vielleicht nichts von alledem.
Gloria: Doch, irgendwie schon – von allem ein bisschen. Wir versuchen, unsere Veranstaltungen und Plena zu einem geschützten Ort zu machen. Einen Raum bzw. Rückszugsraum, in dem man freier ist von Diskriminierung und freier ist, sich zu entfalten, Widerstand zu üben. Diese Räume können Menschen auch wieder Kraft geben, um Widerstand (in privaten Räumen) zu leisten.
Malte: Wir sind eine Gruppe, der es um Austausch mit anderen oder untereinander, sowie wie um (Weiter-)Bildung geht, die Veranstaltungen unterschiedlichster Art (Partys, Konzerte, Diskussionen, Workshops, Vorträge, Camps, Inputwochenenden) organisiert, eine Politgruppe, eine Gruppe von Freund_innen und mittlerweile auch ein Verein.

Welche eigenen Erfahrungswerte hat es notwendig gemacht, e*vibes zu gründen?
Gloria: Puh. Da gab und gibt es immer noch super viele Gründe. Zumeist Diskriminierungs- und Gewalterfahrungen. Beispiele gibt es sehr viele. Um ein paar zu nennen: Sprüche, Beleidigungen gegenüber Lesben, Frauen*, sexuelle Grenzüberschreitungen.. [mehr]“