Archiv für Mai 2014

36 Dinge, die sie als weiße_r deutsche_r Bildungsarbeiter_in unbedingt machen sollten. Level 1.

Liebe_r weiße_r deutsche_r Bildungsarbeiter_in,
die beherzte Umsetzung folgender Schritte werden einen Prozess bei Ihnen anstoßen, der Ihr Leben verändern kann! Dieser Prozess hat das Potenzial Sie für die Menschen of Color, Schwarze Menschen und Menschen mit Migrationsgeschichte in Ihrem Umfeld in eine_n richtig angenehme_n Zeitgenoss_in zu verwandeln. Und wenn Sie nicht aufgeben, sogar in eine_n rassismuskritischen Bildungsarbeiter_in! Doch bitte, erwarten Sie nicht, dass es schnell geht oder gar angenehm sein wird. 30, 40 oder 50 Jahre von rassistischem Wissen durchdrungene Lebenserfahrung verlernen ist kein Pappenstiel. Und genau deshalb kann dies auch nur ein Anfang sein. Setzen Sie sich nicht unter Druck, beginnen Sie – wenn notwendig – mit Meditation und bleiben Sie vor allem ehrlich zu sich selbst. Denn es hat sich bewährt, bei sich selbst zu beginnen.
 
1) Beginnen Sie bei sich selbst.
2) Zeichnen Sie Ihren Familienstammbaum. Verzeichnen Sie darin alle Migrationsbewegungen. Verzeichnen Sie darin außerdem wer in Ihrer Familie wann und vor allem wie über die Zeit des Nationalsozialismus gesprochen hat – oder auch nicht.
3) Zeichnen Sie Ihren Familienstammbaum. Verzeichnen Sie darin wer in Ihrer Familie wann und vor allem wie über die DDR und die sog. Wiedervereinigung gesprochen hat – oder auch nicht.
4) Besuchen Sie einen Critical-Whiteness-Workshop.
5) Überlegen Sie, wann sie sich das erste Mal deutsch gefühlt haben.
6) Überlegen Sie, wann Sie sich das erste Mal weiß gefühlt haben.
7) Fragen Sie sich, welcher „Kultur“ Sie angehören.
8) Nehmen Sie ein leeres Blatt Papier und einen Stift zur Hand. Malen Sie ein X auf das Papier. Sehen Sie sich folgende Clips an: 1 und 2. Schreiben Sie jedes Mal, wenn Sie sich unangenehm berührt und/oder ertappt fühlen, ein X auf das Papier. Das erste X steht für den Titel.
9) Lesen Sie regelmäßig die Blog-Beiträge von Kübra Gümüşay und Nadine Lantzsch. Spüren Sie die immer wieder in Ihnen aufsteigende Irritation und schreiben Sie jedes Mal ein X auf Ihren Zettel.
10) Schlagen Sie den Atlas auf und suchen Sie Arabien.
11) Zählen Sie aus dem Kopf die Anwerbeländer der Bundesrepublik zwischen 1960 und 1973 auf.
12) Zählen Sie aus dem Kopf die Anwerbeländer der DRR zwischen 1966 und 1989 auf.
13) Zählen Sie aus dem Kopf die wichtigsten Herkunftsländer von Flüchtenden nach Deutschland der letzten 10 Jahre auf.
14) Ja, bilden Sie sich.
15) Lesen Sie hin und wieder mal PI-News . Und ja, ekeln Sie sich ruhig. Und zwar richtig. Oder schreiben Sie ein X auf ihren Zettel.
16) Lernen Sie Namen und Todestag der Opfer der NSU-Morde auswendig.
17) Lesen Sie das Buch „Deutschland schafft sich ab“. Und ja, ekeln Sie sich ruhig. Und zwar richtig. Ansonsten schreiben Sie ein X auf ihren Zettel.
18) Besorgen Sie sich das Buch „Manifest der Vielen. Deutschland erfindet sich neu“. Halten Sie ein leeres Blatt Papier und einen Stift zur Hand.
19) Besorgen Sie sich das Buch „Wie Rassismus aus Wörtern spricht: Kerben des Kolonialismus im Wissensarchiv deutsche Sprache. Ein kritisches Nachschlagewerk.“ und sorgen Sie dafür, dass es zur Standardausstattung ihrer Einrichtung gehört.
20) Erforschen Sie darüber hinaus den rassistischen Gehalt folgender Begriffe und Praktiken: Jugendliche mit Migrationshintergrund, Residenzpflicht, getürkt, N-Wort, Ching Chang Chong, Döner-Morde, Integration, Racial Profiling, Hottentotten, Kopftuchmädchen, farbig, Ausländerkriminalität, Schwarz fahren, Integrationsverweigerer, Abschiebehaft & Co.
21) Lesen Sie die Seiten 13-15 des Buches „Deutschland Schwarz Weiß“. Wenn Sie dann nicht mehr weiterlesen wollen, tun Sie es trotzdem.
22) Wenn Sie das Buch fertig gelesen haben, lassen Sie es unauffällig im Lehrer_innen-Zimmer, Büro oder Gemeinschaftsraum Ihrer Einrichtung liegen, reiben Sie sich die Hände und freuen Sie sich diebisch auf die Gespräche mit Ihren Kolleg_innen.
23) Schaffen Sie in Ihrer Einrichtung regelmäßig Empowerment-Räume, die ausschließlich von und für Menschen of Color gestaltet werden.
24) Fragen Sie lieber einmal zu viel als einmal zu wenig nach der richtigen Aussprache nicht-deutscher Namen. Doch bitte nicht nach Jahren.
25) Lernen Sie mindestens eine der folgenden Sprachen: Russisch, Arabisch, Ukrainisch, Türkisch, Rumänisch, Kroatisch, Togolesisch, Koreanisch, Griechisch, Polnisch, Vietnamesisch, Serbisch, Farsi, Portugiesisch, Italienisch, Swahili. Merken Sie was?
26) Streichen Sie die Konstellationen „Rassismus, Antisemitismus, Homophobie etc. unter Migrant_innen“ aus ihrem Wortschatz. Das ist nicht Ihre Baustelle.
27) Besuchen Sie stattdessen Critical-Whiteness-Trainings, sowie Sensibilisierungstrainings zu Antisemitismus und Homophobie innerhalb der deutschen Mehrheitsgesellschaft.
28) Wenn Sie sich „Das ist doch nicht rassistisch…!“ sagen hören, schließen Sie den Mund und atmen Sie drei Mal ruhig durch die Nase ein und aus. Überlassen Sie dann das Wort jener Person, auf die Sie reagiert haben und hören Sie einfach nur ganz genau zu.
29) Ja, schämen Sie sich manchmal.
30) Und machen Sie trotzdem weiter.
31) Fühlen Sie sich nicht als Opfer.
32) Machen Sie andere nicht zu Opfern.
33) Gönnen Sie sich regelmäßig eine Massage oder sonst etwas, was Ihnen gut tut.
34) Haben Sie Spaß.
35) Zählen Sie die X auf Ihrem Zettel und beginnen Sie bei Punkt 1)
36) Wenn kein X mehr Ihre Papiere ziert, kontaktieren Sie mich und ich berate Sie gerne zur Phase „Rassismuskritische Bildungsarbeit leben? Level 2.“

Pasquale Virginie Rotter, portraitiert im Buch Daima und Referentin im Rahmen der Veranstaltungsreihe Gegenstand|Rassismus erlaubte uns zwei ihrer Texte zu veröffentlichen. Beide Texte wurden während der Ausstellungseröffnung „Daima“ in Dresden verlesen. Einer dieser Texte ist dieser.

Parallelgesellschaft ist..

ein gespräch mit einer mutter:
zwei söhne, beide blond
(warum steht das hier?
also ob das eine rolle spielte.
obwohl, vielleicht doch!)
die mutter hat angst,
dass ihr ältester
mit türkischen
und/oder arabischen jugendlichen
in kontakt kommt. (Aha.)
deshalb geht er
nicht auf eine öffentliche schule. (So-so.)
weil in bezirken
in denen „die“ „überhand“ nehmen würden (Schluck.)
und die kinder
gar nicht mehr
mit der deutschen kultur (Womit?) in kontakt kämen, dort..
(Parallelgesellschaft? Bingo!)
der islam/ismus zum beispiel. (Wie bitte?)
weil „türkische, oder „sagen wir mal islamische familien,
merkwürdige umgangsformen“ hätten.
und weil „die“ ihre töchter nicht bewegen lassen,
„die müssen immer im wagen sitzen bleiben“.
sie hätte das am spielplatz beobachtet.
und weil „die“ nämlich – „schon die kleinsten“
so ein hartes auftreten hätten.
sie hätte das auf der straße beobachtet. (Moment!)

kritische fragen die
stereotypen,
vorurteile,
wahrnehmung und
vermeintliche gewissheiten
in frage stellen,
werden mit weiteren
allgemeinplätzen,
elebnisbeobachtungen,
berichten von befreundeten eltern,
wiedergekäuten medialen schreckgespenstern
und gönnerischen relativierungen
erwidert. (Würg. Einatmen. Ausatmen)

PARALLELGESELLSCHAFT IST:
DEUTSCHE DOMINANZ
HÜBSCHE WEISSE IGNORANZ
EDLE BÜRGERLICHE ARROGANZ
GANZ VIEL DUMMHEIT
UND ANGST.

Pasquale Virginie Rotter, portraitiert im Buch Daima und Referentin im Rahmen der Veranstaltungsreihe Gegenstand|Rassismus erlaubte uns zwei ihrer Texte zu veröffentlichen. Beide Texte wurden während der Ausstellungseröffnung „Daima“ in Dresden verlesen. Einer dieser Texte ist dieser.

eva – looking forward to paradise

Am 07.06.14 findet im AZ Conni (Dresden) unsere Soliparty, welche wir gemeinsam mit der AFA Dresden organisieren, statt. Nach dem Verhindern des „Tag der deutschen Zukunft“ geht es also feiern..

Das Paradies.
Garten Eden? Milch und Honig fließen. Alle leben im Einklang mit der Natur..

Ein Paradies, in dem es verboten ist, Äpfel zu essen, ist nichts Erstrebenswertes. Denn ein Paradies, in dem man nur unter Verzicht auf Erkenntnis bleiben kann, ist ein Blödes. Ebenso blöd wie ein himmlisches Jenseits, das man erst erreicht, wenn man tot ist.
Eine Gesellschaft, ohne Herrschaft, Zwang und Schufterei ist möglich. Sie liegt nicht in der bloßen Vorstellung und nicht in der Vergangenheit, sondern muss noch von Menschen geschaffen werden.
Eine Gesellschaft freier Individuen wirkt heute so unglaublich irrational. Kaum jemand ist noch in der Lage, sich vorzustellen, dass so etwas überhaupt möglich ist: Etwas jenseits des immergleichen Alltags im Kapitalismus. Etwas, das grundlegend anders funktionieren könnte. Stattdessen suchen wir dieses Etwas auf Partys und ermahnen uns ansonsten selbst, realistisch zu bleiben.
Heute wollen wir mehr: Einen Vorgeschmack auf das scheinbar Unmögliche. Dieser wird nicht ohne Erkenntnis und Selbstreflexion möglich sein – darum lasst uns wie Eva in den Apfel beißen.
Nicht in die Zeit vor dem Apfel zurück, sondern darüber hinaus!

Da uns bewusst ist, dass auch diese Party nicht frei von Diskriminierungsmechanismen sein wird, werden wir auf unserem Blog weitere Gedanken zum Umgang miteinander auf der Party veröffentlicht.

@FB
plakat

Pressemitteilung von Pro Choice Dresden

+++ Protest gegen fundamentalistischen „Schweigemarsch“ im Erzgebirge + Ultrakonservative wollen Schwangerschaftsabbruch kriminalisieren + lautstarker Protest von feministischen Gruppen +++

para218

Am Montagnachmittag demonstrierten in Annaberg-Buchholz etwa 50 Menschen unter dem Motto: „Mein Körper gehört weder Kirche noch Deutschland – Weg mit §218!“, um feministische Inhalte in die Öffentlichkeit zu tragen. Anlass dafür war der sogenannte „Schweigemarsch für das Leben“ von christlich-fundamentalistischen Abtreibungsgegner_innen. Dabei wurde der Marsch nicht nur mit kritischen Sprechchören begleitet, die Feminist_innen verteilten zusätzlich Aufklärungsbroschüren und Informationsmaterial an interessierte Passant_innen.

Bei der Abschlusskundgebung auf dem Marktplatz wurde in verschiedenen Redebeiträgen das Recht auf Selbstbestimmung von schwangeren Menschen propagiert und deren bestmögliche Unterstützung gefordert. Die Pläne der Abtreibungsgegner_innen wurden als reaktionär und frauenfeindlich abgelehnt. Als besonders perfide stellt sich der Versuch der CDL („Christdemokraten für das Leben“) dar, Schwangerschaftsabbrüche auf eine Stufe mit dem Euthanasieprogramm der NS-Zeit zu stellen.

Mitten unter den fundamentalistischen Abtreibungsgegner_innen war auch die CDU-Landtagsabgeordnete Uta Windisch. Der CDU-Fraktionsvorsitzende Steffen Flath ließ sich dagegen – anders als in den vergangenen Jahren – entschuldigen. Die Abschlusskundgebung des Schweigemarsches wurde aufgrund der Proteste vom Marktplatz weg verlegt, um sich der Lritik nicht stellen zu müssen.

Gloria Lust von den Organisator_innen: „Wir sind sehr erfreut, dass sich auch im Erzgebirge viele Menschen gegen die Bevormundung von Schwangeren stellen. Jährlich sterben 47.000 Menschen, weil sie keine legale Möglichkeit zu einem Schwangerschaftsabbruch haben – so die Zahlen der Weltgesundheitsorganisation. Die Kriminalisierungsversuche der CDL schützen das Leben nicht, im Gegenteil: sie setzen es aufs Spiel! Wir stellen laut unsere Forderung nach mehr Selbstbestimmung und bestmöglicher Unterstützung von Schwangeren dagegen. Der Rückzieher von Flath und die Verlegung der Aufmarschroute zeigen die Wirksamkeit des erstmaligen Protests.“

Zum Protest hatte die Gruppe „Pro Choice Dresden“ aufgerufen, sie fordert unter anderem die Legalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen, welche nach §218 StGB in Deutschland immer noch illegal sind und nur unter bestimmten Umständen straffrei bleiben. Weltweit gibt es immer wieder Versuche von Konservativen, bestehende gesetzliche Regelungen zu verschlechtern.

Kritische Theorie und Rassismus

Der Rassismusbegriff scheint, nicht zuletzt aufgrund seines inflationären Gebrauchs, zunehmend an Erklärungskraft einzubüßen. Unter dem Label „Rassismus“ firmieren die verschiedensten Assoziationen, welche alles andere als eine klare Übereinstimmung der Erkenntnis mit ihrem Gegenstand darbieten. Ist Rassismus eine Erscheinungsform von Fremdenfeindlichkeit – oder umgekehrt? Im Vortrag soll versucht werden, eine differenzierte Reflexion auf den Begriff – gerade in Abgrenzung zu unzureichenden Erklärungsversuchen – zu forcieren.

Vortrag und Diskussion mit Nico Altenhoff
28.05.14
19h @kosmotique
Eintritt frei

Auf nach Annaberg – Buchholz

kirche

26.05.14 Gegen den Schweigemarsch für das Leben der CDL in Annaberg – Buchholz
Treffpunkt für Dresden:
14:15h Bahnhof Neustadt (Schlesischer Platz)

Aufruf von Pro Choice Dresden gibt es hier zum Nachlesen.

Audiomitschnitt: Von weiblichen Opfermythen. Deutsche Frauenbewegungen und Antisemitismus.

Hier findet ihr den Vortrag von Ljiljana Radonic inklusive Diskussion.
Viel Spaß beim anhören.

Geschlecht und Kapitalismus – eine Lovestory..

Wie in jeder guten Telenovela ist auch die Beziehung zwischen patriarchalen Strukturen und bürgerlicher Wirtschaftsweise eine facettenreiche und durchaus wechselhafte Geschichte. Trotz ihres großen Altersunterschiedes arrangierten sie sich miteinander, teilten Arbeit und Haushalt, wuchsen aneinander – und gerade auch an ihren Differenzen.
Wir werden einige Episoden anschauen und einen Blick auf ihren aktuellen Beziehungsstatus werfen. Mutmaßen wir doch zusammen: Wie geht es mit den beiden weiter? Werden feministische Bewegungen sie entzweien oder meistern sie zusammen jede Krise? Gehen sie ihren gemeinsamen Weg, bis dass der Tod sie scheidet oder ist es doch einfach eine vorübergehende Affäre? Lasst uns die Story ein wenig weiterspinnen: Wie sähe ein Happy End aus – und inwiefern haben wir überhaupt Einfluss auf das Script?

…im Rahmen einer Veranstaltungsreihe rund um Kapitalismus und Krise
der Gruppe 365TageOffensiv – gegen Staat und Kapital, Magdeburg

365

Lyrik aus Schwarzer Perspektive – Audiomitschnitt

Stefanie Lahya Aukongo stellt Audre Lorde, May Ayim und sich selbst vor. Zusammen repräsentieren sie fast drei Generationen feministischer, Schwarzer Lyriker_innen in Deutschland.
Die Veranstaltung kannst du hier nachhören.

Von weiblichen Opfermythen. Deutsche Frauenbewegungen und Antisemitismus

Jahrzehntelang hat die „neue Frauenbewegung“ ein positives Bild von „der Frau“ im NS gezeichnet, was nicht selten zu einer den Holocaust verharmlosenden Argumentation führt(e). Entgegen der Tatsache, dass Frauen als KZ-Aufseherinnen, Fürsorgerinnen oder Denunziantinnen an der antisemitischen Ausgrenzung und Vernichtung von Jüdinnen und Juden begeistert mitwirkten, werden sie in feministischen Schriften oft auch als auf die Mutterrolle reduzierte „Gebärmaschinen“ dargestellt – ein feministischer Fall von Täter(innen)-Opfer-Umkehr. Handelt es sich um einen spezifisch feministischen Antisemitismus, wenn Matriarchatsforscherinnen dem Judentum und seinem historischen „Ausmordungsprogramm“ die Schuld an der Zerstörung des Matriarchats geben und es als besonders patriarchale Religion imaginieren? Der Bogen reicht bis Judith Butler, die nicht mehr vom „alten Israel“ spricht, sondern alles Schlechte im heutigen, rassistischen, vom Siedlerkolonialismus und Reinheitsvorstellungen geprägten, auf Vertreibung basierenden, illegitimen Staat Israel verortet, der aufgrund anhaltender „Deportationen“ und des „konzentrierenden Kolonialismus“ ebenfalls selbst schuld an der ihm drohenden Zerstörung sei.

Ljiljana Radonic ist Lehrbeauftragte am Wiener Institut für Politikwissenschaft und forscht über den Zweiten Weltkrieg in post-sozialistischen Gedenkmuseen an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Relevante Publikationen: Die friedfertige Antisemitin? Kritische Theorie über Geschlechterverhältnis und Antisemitismus, Frankfurt/Wien 2004; Sexualität und Mutterschaft. Geschlechterverhältnisse im Nationalsozialismus, in: Jungle World 21/2006; Gebärmaschinen und Mitläuferinnen? – Zum Umgang der „Neuen Frauenbewegung“ mit Nationalsozialismus und Antisemitismus, in: Fleissner, Peter/Wanek, Natascha (Hg.): BruchStücke. Kritische Ansätze zu Politik und Ökonomie, Berlin 2009.

21.05.14
19h
kosmotique
Martin-Luther-Straße 13, Dresden

Diese Veranstaltung wurde von der Amadeu-Antonio-Stiftung gefördert