Internationale anarchafeministische Konferenz in London

[English]

- einige von uns und Freund_innen fahren hin.

Wir sind sehr gespannt, was uns erwartet. Gerade auch, da sich im Internet nicht so viel herausfinden lässt.
Als wir die Themenblöcke sahen, hatten wir den Eindruck, dass einiges fehlte, das wir für grundlegend halten. Daraus entstand die Idee, dort noch eine Veranstaltung anzubieten. Uns wurde von den Organisator_innen kurzfristig noch extra Platz im Zeitplan verschafft für etwas, das nicht sehr bescheiden „gender and capitalism“ heißt. Wir werden in zwei Stunden versuchen, Geschlecht heute, also in der bürgerlich-kapitalistischen Gesellschaft, ansatzweise zu verstehen. Was ist das überhaupt, wie hängt es mit ökonomischen, wie mit kulturellen oder anderen ideologischen Entwicklungen zusammen? Vielleicht kommen wir auch noch dahin: Was folgt daraus für feministische Praxen? Wir werden einen kurzen Input ‘aus deutscher Sicht’ geben und dann in die Diskussion übergehen.
Vielleicht geraten wir so in den Verdacht, ‘böse Marxist_innen’ oder Kommunist_innen zu sein, von denen sich Anarchist_innen (nicht nur in Deutschland) ja oft vehement abgrenzen. Aber wir werden sehen.
Schon allein das mit den Worten wird schwierig.. das geht bereits los, wenn man zentrale Begriffe wie ‚Herrschaft(sverhältnis)‘ ins Englische übertragen will: nein, es ist weder „power“ noch „domination“. ‚Geschlecht‘ gibt’s im Deutschen nur einmal, im Englischen hat man direkt die Problematik von „sex“ und „gender“. Oder – welche Diskussionen wohl in unterschiedlichen Ländern oder Sprachen um’s ‚Patriarchat‘ geführt werden?
Naja. Hinterher gibt’s einen Bericht.

fff