++ Aktionstage gegen Sexismus und Homophobie ++ Abtreibungsrechte und Bible Belt ++ Homophobe Eltern ++ cafém – feminismus zum kennen_lernen ++

Diese Woche gibt es zum einen die Fortsetzung der Aktionstage gegen Sexismus und Homophobie. Welche Veranstaltungen in dem Rahmen statfinden könnt ihr hier einsehen.

Insbesondere möchten wir diese drei Veranstaltungen hervorheben:

13.11.2014
Film und Input: Der Kampf um den weiblichen Körper
20 Uhr AZ Conni
mit einem Input von Pro Choice Dresden

Vielen Menschen erscheint das Recht auf Schwangerschaftsabbruch in Deutschland selbstverständlich, die Kämpfe um den §218 längst von der zweiten Frauenbewegung in den 70ern ausgefochten und gewonnen.
Doch christlich-fundamentalistische Abtreibungsgegner_innen und Versuche, die Möglichkeiten selbstbestimmter Familienplanung einzuschränken, sind kein Problem der USA oder von Drittweltländern, auch in Deutschland gibt es seit einigen Jahren wieder vermehrt Kampagnen gegen die Selbstbestimmung von Schwangeren Menschen.

Neben einem Film über die Kämpfe um das Recht auf Schwangerschaftsabbruch in den 70ern wird Pro Choice Dresden über Märsche von christlich-fundamentalistischen Abtreibungsgegner_innen in Deutschland und Sachsen sowie die Proteste dagegen berichten, danach kann gemeinsam diskutiert werden.

15.11.2014
An diesem Tag möchten „besorgte“, homophobe Eltern gegen „Frühsexualisierung der Kinder an Grundschulen“ demonstrieren. Mit dabei Jürgen Elsässer.

Hier ein Link zu bereits bestehenden Gegenveranstaltungen:

16.11.2014
cafém – feminismus zum kennen_lernen
14 – 20 Uhr, kosmotique Dresden
16.30 Uhr Lesung

Ein Jahr und ein Monat cafém.
Dieses Mal gibt es wieder den bereits bekannten Brunch, Stencil, Spiele, Platz für Diskussionen und Treffen sowie eine Lesung.

Lesungsbeginn 16.30Uhr

Bereits im Mai kam Stefanie Lahya Aukongo zu uns stellte sich sowie Audre Lorde und May Ayim durch Kurzbiographien und Gedichten vor. Nun wird sie aus ihrer Autobiographie „Kalungas Kind“ lesen.

„Eine große Geschichte über Liebe, Mut und Tapferkeit 1978, Ostberlin: Ein kleines Mädchen kommt zur Welt – schwer verletzt. Ihre 17-jährige Mutter wurde in den Bürgerkriegswirren Namibias angeschossen und im Zuge einer staatlichen „Solidaritätsaktion“ in die DDR ausgeflogen. Eine Berliner Familie nimmt das behinderte Kind in ihre Obhut und pflegt es liebevoll. Nach einem Jahr endet die staatliche Solidarität. Stefanie muss zusammen mit ihrer Mutter zurück nach Afrika, wo nach wie vor der Bürgerkrieg tobt. Ihre Pflegefamilie weiß: Stefanie hat dort keine Überlebenschance. Die Familie wagt das Undenkbare – sie lehnt sich gegen den Staatsapparat auf. Es ist ein aussichtslos erscheinender Kampf, aber am Ende gelingt er. Doch als die kleine Stefanie wieder in Deutschland eintrifft, ist der Schock groß: Die Kleine ist dem Tod näher als dem Leben … Stefanie wächst in der DDR behütet heran. Nach dem Mauerfall reist der Teenager Stefanie in das nunmehr befriedete Namibia, um seine Mutter wiederzusehen. Es wird der Besuch in einer komplett fremden Welt. Bei einer Mutter, die nichts weniger braucht als eine behinderte Tochter. Doch die „kleine Deutsche“ lernt auch ihre Großmutter kennen, die ihr zeigt, wie sie sich mit ihrem Schicksal aussöhnen kann: „Du bist Kalungas Kind. Du weißt es nur nicht. Aber du wirst es herausfinden.“ Zurück in Berlin beginnt Stefanie ihren nächsten Kampf: Obwohl sie in mehrfacher Hinsicht nicht dem entspricht, was als „normal“ gilt, stellt sich das intelligente Mädchen allen Vorurteilen und lernt, sich zu behaupten.“

Über die Autorin:
Stefanie-Lahya Aukongo ist eine Autorin, Poetin, Fotografin, Aktivistin und Sängerin. Zu viel für ein kurzes Leben. Ganz klar: nein. Sie arbeitet als Freiberuflerin in den Bereichen NGO-Beratung und interkulturelle Kompetenz. 2009 erschien ihr autobiografisches Buch: Kalungas Kind, erschienen im Rowohlt Verlag. Sie engagiert sich für den Panafrikanismus, in dem sie schreibt, fotografiert, singt und diskutiert über das, was sie bewegt, empört und inspiriert. Während ihrer Afrikareisen hat sie sich dem afrikanischen Leben angenommen, lernte ihre leiblichen Eltern kennen und folgte ihren Spuren als Owambo.