Tag-Archiv für 'geschlechterverhältnis'

Geschlecht und Kapitalismus – eine Lovestory… in Rostock

Wie in jeder guten Telenovela ist auch die Beziehung zwischen patriarchalen Strukturen und bürgerlicher Wirtschaftsweise eine facettenreiche und durchaus wechselhafte Geschichte. Trotz ihres großen Altersunterschiedes arrangierten sie sich miteinander, teilten Arbeit und Haushalt, wuchsen aneinander – und gerade auch an ihren Differenzen.
Wir werden einige Episoden anschauen und einen Blick auf ihren aktuellen Beziehungsstatus werfen. Mutmaßen wir doch zusammen: Wie geht es mit den beiden weiter? Werden feministische Bewegungen sie entzweien oder meistern sie zusammen jede Krise? Gehen sie ihren gemeinsamen Weg, bis dass der Tod sie scheidet oder ist es doch einfach eine vorübergehende Affäre? Lasst uns die Story ein wenig weiterspinnen: Wie sähe ein Happy End aus – und inwiefern haben wir überhaupt Einfluss auf das Script? – Interessiertengruppe e*skunks

22.04.2015
20h Café Median in Rostock

Sächsischer SPD Frauenpreis 2015

Wer hätte das gedacht, dass die Linke (Clara Zetkin Preis) uns nicht mal nominiert, aber die sächsische SPD uns den dritten Platz ihres 18. Frauenpreises überlässt.

Am Montag den 16.03.15 haben wir, im Rahmen eines kleinen Festakts (mit sexistischer, musikalischer Untermalung – liebe SPD das geht doch besser), 200€, ein gläsernes Wurfgeschoss, einen Blumenstrauß und eine Urkunde überreicht bekommen. Das Wurfgeschoss wird monatlich beim cafém ausgestellt werden – falls wer interesse hat es einmal selbst in die Hand zu nehmen.

Natürlich haben wir uns es nicht nehmen lassen uns zu freuen und zu kritisieren. Hier ein Zusammenfassungsversuch des von uns Gesagtem, bzw. dem was wir sagen wollten:

“Vielen Dank. Vielen Dank auch an die ASF-Frauen die unsere Bewerbung unterstützt haben. Wir freuen uns darüber und wir freuen uns das sie nun auch begonnen haben sich kritisch mit dem Trümmerfrauenmythos auseinanderzusetzen. Noch mehr würden wir uns freuen wenn die sächsische SPD sich kritisch(er) mit ihrem Koalitionspartner, der CDU, auseinandersetzen würde und ebenso kritisch wie aktiv gegen die derzeitige Asylpolitik Sachsens vorgehen würde.
Um mit etwas Aktivistischen zu schliessen und weil wir gehört haben das mindesten eine Person aus dem Erzgebirge im Raum ist, möchten wir hier dazu aufrufen gemeinsam mit uns, am 01.06.2015 dem “Schweigemarsch für das Leben”, ausgerichtet von christlich fundamentalistischen Kräften, in Annaberg-Buchholz entschlossen entgegenzutreten und eben diesen Marsch zu einem Desaster zu machen.“

Frauen*kampftag 2015

Für alle, die zum Frauen*kampftag raus auf die Straße möchten: in Berlin und Leipzig werden am 08.03. zwei große Demos organisiert!
Frauen*kampftag Berlin
Frauen*kampftag Leipzig

In Dresden wird es eine Diskussionsrunde zu weltweiten Frauen*kämpfen geben.
women* struggles worldwide
15h/3pm Oschatzerstr. 27
Kurdisches Kulturzentrum/ Kurdish Cultural Center
Dresden

Vortrag und Diskussion: Definitionsmacht – eine feministische Kritik

Oft wird Kritik am ‘Konzept’ der Definitionsmacht1 als antifeministisch abgeschmettert. So werden wichtige Debatten zum Umgang mit sexualisierter Gewalt und Diskriminierung verhindert.
Als feministische Gruppe hoffen wir, dass uns dies erspart bleibt und ein offener Autausch über theoretische und praktische Probleme sowie mögliche Alternativen zu diesem scheinbar unumstößlichen Standard stattfinden kann.

18.11.2014
16:40 Uhr
HSZ R.401, TU Dresden
@FB

  1. Die Referent_innen werden sich auf den Definitionsmachtsbegriff, wie er innerhalb der (akademisierten) feministischen radikalen Linken in Bezug auf den Umgang mit sexualisierter Gewalt verwendet wird, beziehen. [zurück]

++ Aktionstage gegen Sexismus und Homophobie ++ Abtreibungsrechte und Bible Belt ++ Homophobe Eltern ++ cafém – feminismus zum kennen_lernen ++

Diese Woche gibt es zum einen die Fortsetzung der Aktionstage gegen Sexismus und Homophobie. Welche Veranstaltungen in dem Rahmen statfinden könnt ihr hier einsehen.

Insbesondere möchten wir diese drei Veranstaltungen hervorheben:

13.11.2014
Film und Input: Der Kampf um den weiblichen Körper
20 Uhr AZ Conni
mit einem Input von Pro Choice Dresden

Vielen Menschen erscheint das Recht auf Schwangerschaftsabbruch in Deutschland selbstverständlich, die Kämpfe um den §218 längst von der zweiten Frauenbewegung in den 70ern ausgefochten und gewonnen.
Doch christlich-fundamentalistische Abtreibungsgegner_innen und Versuche, die Möglichkeiten selbstbestimmter Familienplanung einzuschränken, sind kein Problem der USA oder von Drittweltländern, auch in Deutschland gibt es seit einigen Jahren wieder vermehrt Kampagnen gegen die Selbstbestimmung von Schwangeren Menschen.

Neben einem Film über die Kämpfe um das Recht auf Schwangerschaftsabbruch in den 70ern wird Pro Choice Dresden über Märsche von christlich-fundamentalistischen Abtreibungsgegner_innen in Deutschland und Sachsen sowie die Proteste dagegen berichten, danach kann gemeinsam diskutiert werden.

15.11.2014
An diesem Tag möchten „besorgte“, homophobe Eltern gegen „Frühsexualisierung der Kinder an Grundschulen“ demonstrieren. Mit dabei Jürgen Elsässer.

Hier ein Link zu bereits bestehenden Gegenveranstaltungen:

16.11.2014
cafém – feminismus zum kennen_lernen
14 – 20 Uhr, kosmotique Dresden
16.30 Uhr Lesung

Ein Jahr und ein Monat cafém.
Dieses Mal gibt es wieder den bereits bekannten Brunch, Stencil, Spiele, Platz für Diskussionen und Treffen sowie eine Lesung.

Lesungsbeginn 16.30Uhr

Bereits im Mai kam Stefanie Lahya Aukongo zu uns stellte sich sowie Audre Lorde und May Ayim durch Kurzbiographien und Gedichten vor. Nun wird sie aus ihrer Autobiographie „Kalungas Kind“ lesen.

„Eine große Geschichte über Liebe, Mut und Tapferkeit 1978, Ostberlin: Ein kleines Mädchen kommt zur Welt – schwer verletzt. Ihre 17-jährige Mutter wurde in den Bürgerkriegswirren Namibias angeschossen und im Zuge einer staatlichen „Solidaritätsaktion“ in die DDR ausgeflogen. Eine Berliner Familie nimmt das behinderte Kind in ihre Obhut und pflegt es liebevoll. Nach einem Jahr endet die staatliche Solidarität. Stefanie muss zusammen mit ihrer Mutter zurück nach Afrika, wo nach wie vor der Bürgerkrieg tobt. Ihre Pflegefamilie weiß: Stefanie hat dort keine Überlebenschance. Die Familie wagt das Undenkbare – sie lehnt sich gegen den Staatsapparat auf. Es ist ein aussichtslos erscheinender Kampf, aber am Ende gelingt er. Doch als die kleine Stefanie wieder in Deutschland eintrifft, ist der Schock groß: Die Kleine ist dem Tod näher als dem Leben … Stefanie wächst in der DDR behütet heran. Nach dem Mauerfall reist der Teenager Stefanie in das nunmehr befriedete Namibia, um seine Mutter wiederzusehen. Es wird der Besuch in einer komplett fremden Welt. Bei einer Mutter, die nichts weniger braucht als eine behinderte Tochter. Doch die „kleine Deutsche“ lernt auch ihre Großmutter kennen, die ihr zeigt, wie sie sich mit ihrem Schicksal aussöhnen kann: „Du bist Kalungas Kind. Du weißt es nur nicht. Aber du wirst es herausfinden.“ Zurück in Berlin beginnt Stefanie ihren nächsten Kampf: Obwohl sie in mehrfacher Hinsicht nicht dem entspricht, was als „normal“ gilt, stellt sich das intelligente Mädchen allen Vorurteilen und lernt, sich zu behaupten.“

Über die Autorin:
Stefanie-Lahya Aukongo ist eine Autorin, Poetin, Fotografin, Aktivistin und Sängerin. Zu viel für ein kurzes Leben. Ganz klar: nein. Sie arbeitet als Freiberuflerin in den Bereichen NGO-Beratung und interkulturelle Kompetenz. 2009 erschien ihr autobiografisches Buch: Kalungas Kind, erschienen im Rowohlt Verlag. Sie engagiert sich für den Panafrikanismus, in dem sie schreibt, fotografiert, singt und diskutiert über das, was sie bewegt, empört und inspiriert. Während ihrer Afrikareisen hat sie sich dem afrikanischen Leben angenommen, lernte ihre leiblichen Eltern kennen und folgte ihren Spuren als Owambo.

Audioaufnahme unserer Veranstaltung in London: Input und Diskussion ‚gender and capitalism‘ @AFem2014

English

Aus unserer (nicht nur e*vibes-)London-Reisegruppe heraus gab es die Initiative eines inhaltlichen Beitrages zur Internationalen Anarchafeministischen Konferenz in London. Vorbereitet wurde dieser von Leuten, die so zuvor noch gar nicht zusammengearbeitet hatten, zudem sehr kurzfristig, mit eher rudimentären Englischkenntnissen und ohne zu wissen, auf welche Voraussetzungen, Diskussionszusammenhänge usw. wir dort treffen. Wir haben entschieden, nicht lange zu reden. Dazu war es nötig, wenige Hauptaussagen herauszufiltern (über die man sich echt zwischendurch mal klar werden sollte). Uns interessierte ja vor allem, was die anderen zu sagen haben bzw. was bei ihnen diskutiert wird. Und dann bestand die Aufgabe nicht zuletzt darin, eine Diskussion zu ‚leiten‘, die man zur Hälfte nicht versteht ;) Nun jedenfalls sind wir stolz, das gemacht und irgendwie geschafft zu haben.
Hier gibt’s den kurzen Input und die Diskussion – inklusive Denglish, lustigen Missverständnissen und krasser Aufregung – zum Anhören:
Input, Diskussion

Geschlecht und Kapitalismus – eine Lovestory..

Im Rahmen der „Start ins Wochenende“ – Veranstaltung im AZ Conni findet am 24.09.14 folgender Vortrag statt:

Wie in jeder guten Te­le­no­ve­la ist auch die Be­zie­hung zwi­schen pa­tri­ar­cha­len Struk­tu­ren und bür­ger­li­cher Wirt­schafts­wei­se eine fa­cet­ten­rei­che und durch­aus wech­sel­haf­te Ge­schich­te. Trotz ihres gro­ßen Al­ters­un­ter­schie­des ar­ran­gier­ten sie sich mit­ein­an­der, teil­ten Ar­beit und Haus­halt, wuch­sen an­ein­an­der – und ge­ra­de auch an ihren Dif­fe­ren­zen.
Wir wer­den ei­ni­ge Epi­so­den an­schau­en und einen Blick auf ihren ak­tu­el­len Be­zie­hungs­sta­tus wer­fen. Mut­ma­ßen wir doch zu­sam­men: Wie geht es mit den bei­den wei­ter? Wer­den fe­mi­nis­ti­sche Be­we­gun­gen sie ent­zwei­en oder meis­tern sie zu­sam­men jede Krise? Gehen sie ihren ge­mein­sa­men Weg, bis dass der Tod sie schei­det oder ist es doch ein­fach eine vor­über­ge­hen­de Af­fä­re? Lasst uns die Story ein wenig wei­ter­spin­nen: Wie sähe ein Happy End aus – und in­wie­fern haben wir über­haupt Ein­fluss auf das Script?

Wann: 24.09. // 19Uhr
Wo: AZ Conni (Rudolf – Leohnard – Str. 39)
@FB

Überlegungen zu einem emanzipatorischen Umgang mit Diskriminierung und Gewalt

Der erste Part unseres Workshops zu „Überlegungen zu einem emanzipatorischen Umgang mit Diskriminierung und Gewalt“ kann nächste Woche in Leipzig besucht werden.

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Bei eurer Par­ty­rei­he kommt es immer wie­der zu Über­grif­fen und ihr wisst nicht wie ihr damit um­ge­hen könnt? Schon wie­der eine den Freun­d_innen­kreis spal­ten­de Dis­kus­si­on über De­fi­ni­ti­ons­macht?
Herr­schafts­ver­hält­nis­se struk­tu­rie­ren unser Den­ken und Han­deln. Deren Ana­ly­se und Kri­tik auf ge­samt­ge­sell­schaft­li­cher Ebene ist un­ab­ding­bar. In kon­kre­ten Si­tua­tio­nen stel­len wir uns vor die­sem Hin­ter­grund die Frage nach Hand­lungs­mög­lich­kei­ten und -al­ter­na­ti­ven. Um­ge­gan­gen wird mit Dis­kri­mi­nie­rung und Ge­walt so­wie­so immer, nur meist igno­rant oder plan­los und damit oft Be­ste­hen­des ver­stär­kend. Aber auch ein be­wuss­tes “es ganz an­ders ma­chen wol­len” kann nach hin­ten los­ge­hen.

Wir sind keine An­ti­dis­kri­mi­nie­rungs-Or­ga­ni­sa­ti­on, deren Blick bei der ju­ris­ti­schen Gleich­stel­lung der Men­schen endet oder für die die Exis­tenz von Po­li­zei und bür­ger­li­cher Recht­spre­chung ein­fach für alle Zei­ten vor­aus­ge­setzt ist. Aber wo sind die Al­ter­na­ti­ven?

Wir wol­len nach eman­zi­pa­to­ri­schen An­sät­zen su­chen, also in Rich­tung der Be­frei­ung der In­di­vi­du­en. Uns geht es um das rich­ti­ge Leben im Fal­schen – also das Un­mög­li­che, das so oft zur blo­ßen Elends­ver­wal­tung der ka­pi­ta­lis­ti­schen Zu­stän­de ver­kommt. Ein Un­ter­fan­gen, in dem man sich nun mal in Wi­der­sprü­chen ver­hed­dert.

12. – 13.06.2014
jeweils von 13 – 19 Uhr
Meuterei, Leipzig

Anmeldungen bitte direkt an reclaim utopia schicken.

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Neue Audiofiles vom e*camp

Dank eines Allys können wir euch nun endlich zwei weitere Vorträge (inkl. Diskussion) vom e*camp letzten Jahres nachreichen.

Einerseits die Einführung von Ernst Schnell in die Wertabspaltungskritik:
Vortrag
Diskussion

Andererseits die anschließende Veranstaltung von Roswitha Scholz mit dem Titel: Verwilderung des Patriarchats. Geschlecht in Zeiten postmoderner Globalisierung
Vortrag
Diskussion