Tag-Archiv für 'schwarzer-feminismus'

Refugee Frauen* Treffen

[English and Tigrinya]

Liebe Refugee Frauen*,
liebe Unterstützerinnen,

Seid eingeladen!
Seit ein paar Wochen treffen wir uns, essen Kuchen, tanzen, tauschen uns aus und lernen uns kennen.

Wir möchten euch, den Geflüchteten, einen Ort zur Verfügung stellen an dem ihr reden und euch selbst organisieren könnt.
Wir möchten wissen was ihr braucht.
Wir möchten euch unterstützen.

Wir treffen uns jeden zweiten Mittwoch um 18 Uhr in der kosmotique, Martin-Luther-Straße 13.
(Tram 11,6, 13. Haltestelle “Bautzener – Rotenburger Straße”)

Wir sprechen Englisch, Spanisch, Portugiesisch, Hebräisch, Französisch und Deutsch. Manchmal sind Frauen da, die Tigrinya und Arabisch übersetzen können.
Wenn mal keine gemeinsame Sprache gefunden werden sollte, haben wir immer noch Hände und Füße.

Ladet eure Freundinnen ein. Bringt eure Kinder mit wenn ihr möchtet.

Der 28. September – Tag für die Entkriminalisierung von Abtreibung in Lateinamerika und der Karibik

In Lateinamerika findet heute der Tag für die Entkriminalisierung von Abtreibung statt. Mit Demonstrationen, Kundgebungen und Workshops versuchen feministische Bewegungen, den Kämpfen um reproduktive Rechte Nachdruck zu verleihen.
Auf dem Blog der Liga Humanista secular do Brasil wurde dazu folgender Text zur aktuellen Lage veröffentlicht, dessen Übersetzung wir in Zusammenarbeit mit der Autorin gerne als Diskussionsmaterial zur Verfügung stellen möchten.
Hier findet ihr eine englische Übersetzung.

Die Kampagne zum 28. September und ein Überblick über die Abtreibungsgesetze in Lateinamerika1

1990 wurde auf der 5. feministischen Versammlung Lateinamerikas und der Karibik („encontro feminista Latinoamericano e do Caribe“) in Argentinien der 28. September zum „Tag für die Entkriminialisierung von Abtreibung“ erklärt. Die feministischen Bewegungen führten die Komplikationen, welche bei illegalisierten und selbst durchgeführten Abtreibungen auftreten, als Hauptgrund für die erhöhte Sterblichkeit von Frauen2 an.
In Lateinamerika wird der 28. September mit Demonstrationen, Spaziergängen, Aktionen und Workshops begangen. Ziel ist es, die lateinamerikanische Gesellschaft über die hohe Sterblichkeitsrate bei unsicheren und illegalisierten Abtreibungen von Schwangeren aufzuklären. Ebenso soll über die Objektivierung und die Kontrolle über den weiblichen Körper diskutiert, Gesetze hinterfragt, Debatten angestoßen, politische Allianzen kreiert und Handlungsstrategien skizziert werden.
Dieses Jahr wird die Kampagne in mehreren Ländern Lateinamerikas stattfinden. Wir möchten mit diesem Text Diskussionsmaterial zur Verfügung stellen und über die Hauptschwierigkeiten und den aktuellen Stand der feministischen Bewegungen der region informieren. Außerdem wollen wir einen Überblick über die gesetzlichen Regelungen zu Abtreibung geben3.
(mehr…)

Parallelgesellschaft ist..

ein gespräch mit einer mutter:
zwei söhne, beide blond
(warum steht das hier?
also ob das eine rolle spielte.
obwohl, vielleicht doch!)
die mutter hat angst,
dass ihr ältester
mit türkischen
und/oder arabischen jugendlichen
in kontakt kommt. (Aha.)
deshalb geht er
nicht auf eine öffentliche schule. (So-so.)
weil in bezirken
in denen „die“ „überhand“ nehmen würden (Schluck.)
und die kinder
gar nicht mehr
mit der deutschen kultur (Womit?) in kontakt kämen, dort..
(Parallelgesellschaft? Bingo!)
der islam/ismus zum beispiel. (Wie bitte?)
weil „türkische, oder „sagen wir mal islamische familien,
merkwürdige umgangsformen“ hätten.
und weil „die“ ihre töchter nicht bewegen lassen,
„die müssen immer im wagen sitzen bleiben“.
sie hätte das am spielplatz beobachtet.
und weil „die“ nämlich – „schon die kleinsten“
so ein hartes auftreten hätten.
sie hätte das auf der straße beobachtet. (Moment!)

kritische fragen die
stereotypen,
vorurteile,
wahrnehmung und
vermeintliche gewissheiten
in frage stellen,
werden mit weiteren
allgemeinplätzen,
elebnisbeobachtungen,
berichten von befreundeten eltern,
wiedergekäuten medialen schreckgespenstern
und gönnerischen relativierungen
erwidert. (Würg. Einatmen. Ausatmen)

PARALLELGESELLSCHAFT IST:
DEUTSCHE DOMINANZ
HÜBSCHE WEISSE IGNORANZ
EDLE BÜRGERLICHE ARROGANZ
GANZ VIEL DUMMHEIT
UND ANGST.

Pasquale Virginie Rotter, portraitiert im Buch Daima und Referentin im Rahmen der Veranstaltungsreihe Gegenstand|Rassismus erlaubte uns zwei ihrer Texte zu veröffentlichen. Beide Texte wurden während der Ausstellungseröffnung „Daima“ in Dresden verlesen. Einer dieser Texte ist dieser.

Lyrik aus Schwarzer Perspektive – Audiomitschnitt

Stefanie Lahya Aukongo stellt Audre Lorde, May Ayim und sich selbst vor. Zusammen repräsentieren sie fast drei Generationen feministischer, Schwarzer Lyriker_innen in Deutschland.
Die Veranstaltung kannst du hier nachhören.

Lyrik aus Schwarzer Perspektive – drei Poetinnen: Audre Lorde, May Ayim und Stefanie-Lahya Aukongo.

Lahya

In dieser Lesung werden diese drei Poetinnen vorgestellt, die zusammen fast drei Generationen von Schwarzen Lyrikerinnen bilden.
Als Referentin konnten wir Stefanie-Lahya Aukongo selbst gewinnen. Sie wird die Biographien aller drei Frauen* vorstellen und jeweils 4 -5 ihrer wichtigsten Gedichte vortragen.
Eingebettet wird die Veranstaltung wieder in cafémscher Gemütlichkeit sein.

cafém mit Brunch: 14 – 20h
14-16h Interessiertentreffen Gender Pay Gap

Hier kann die Diskussion vom 25.04. (Veranstaltung von FAU und e*vibes im WUMS) weitergeführt werden. Es können aber gern auch neue Gesprächspartner*innen hinzukommen :)
Eine Idee vom 25., die hier konkret angegangen werden könnte, wäre die Zusammenstellung von Grundaussagen zu dem ganzen Themenkomplex (geschlechtlich ungleiche Löhne und Widerlegung dazugehöriger ideologischer Erklärungsmuster, unbezahlte Arbeit, Care-Work als Schnittpunkt), um daraus einen Infoflyer zu erstellen, den man dann länger und verschieden verwenden könnte.

Lesung: 16h
Einrit frei, Spenden erwünscht

cafém – feminismus zum kennen_lernen

Das Aprilcafém – dieses Mal am 4. Sonntag im Monat.
Wie gewohnt gibt es einen Brunch, Infostände, Bücherecken usw..

Der inhaltliche Schwerpunkt wird weiterhin Schwarzer Feminismus sein.. Dieses Mal wird es einen dreistündigen Workshop geben, der sich auch mit kritischem Weißsein auseinandersetzt. Da es hierfür nur 15 Plätze gibt. Bitten wir euch um eine konkrete Anmeldung. Schreibt uns einfach bei FB eine Nachricht und/oder eine Email (cafemdresden@riseup.net).

Ankündigungstext Workshop:

Schwarzer Feminismus und kritisches Weißsein in Deutschland

Der Workshop bietet zunächst eine kurze Einführung in die Geschichte der afrodeutschen Bewegung und v.a. der Entwicklung eines schwarzen Feminismus in Deutschland seit den 1980er Jahren. Dabei geht es um die führende Rolle von Frauen in der afrodeutschen Bewegung ebenso wie um die transatlantischen Einflüsse, besonders in Gestalt der Dichterin und Aktivistin Audre Lorde.
In einem zweiten Schritt soll dann der Frage nachgegangen werden, was diese Entwicklungen und Impulse auch für weiße deutsche Frauen und Männer bedeuten (können). Was bedeutet eigentlich Weißsein in Deutschland? Welche Konsequenzen ergeben sich aus der kritischen Reflexion des eigenen Weißseins? Anhand von verschiedenen Materialien (Textauszüge, Bilder, etc.) werden wir diese und weitere Fragen zur Rolle der schwarzen Diaspora in Deutschland, den Verbindungen von Feminismus und Rassismus, sowie der Bedeutung von Rassismus und rassifizierenden Strukturen in der deutschen Kultur und Gesellschaft diskutieren.

Workshopleitung: Dr. Katharina Gerund

Uhrzeiten:
cafém: 14 -20h
Interessiertentreffen A-Fem-Konferenz in London: 14.30h
Workshop: 16 – 19h

cafém – feminismus zum kennen_lernen #7

audre lorde

[English]

Im März-cafém werden wir weiterhin Schwarzen Feminismus und Schwarze feministische Bewegung_en in Deutschland thematisieren.

Wie immer wird es vorne im Barbereich Brunch, Spielecke, Bücherstand, Zines dazu Tee und Kaffee geben. Im hinteren Bereich gibt es in verschiedenen Ecken Möglichkeiten sich auf unterschiedliche Art und Weise mit ausgewählten Texten, Gedichten und Audiobeiträgen zur Thematik zu beschäftigen.

Um 17 Uhr wollen wir gemeinsam den Film „Audre Lorde – Die Berliner Jahre 1984 bis 1992“ sehen. Der Dokumentarfilm vermittelt Audre Lordes Beiträge zu dem deutschen Diskurs über Rassismus, Xenophobie, Antisemitismus, Klassenunterdrückung, und Homophobie. Er legt einen Schwerpunkt auf Audre Lordes Beziehung zur deutschen Schwarzen Diaspora und auf ihren literarischen und politischen Einfluss. Es werden die Entstehung einer afro-deutschen Bewegung und die Ursprünge der antirassistischen Bewegung vor und nach der deutschen Wiedervereinigung beleuchtet. Die Anfänge der politischen Debatten werden festgehalten und ermöglichen so eine historische Analyse und ein Verstehen gegenwärtiger Debatten zum Thema Identität und Rassismus in Deutschland.

Wo? Im kosmotique, Martin-Luther-Str. 13, DD
Wann? Am Sonntag den 16.03.14 von 14-20 Uhr
Genaue Zeiten:
14 – 17 Uhr Lesen&Diskutieren von Texten und hören der Audiobeiträge
17 Uhr Film mehr Infos

cafém – feminismus zum kennen_lernen #6

[English]

Das Februar-cafém wird sich mit Schwarzem Feminismus, Schwarzen Frauen* in Deutschland und dem im letzten Jahr erschienenen Buch Daima beschäftigen.

Daima: Von Zeuginnen, Bildern und Visionen.
Ein Buchpräsentation.

“Ohne eine Vision fühlt sich jede soziale Veränderung wie der Tod an.”
Audre Lorde

Auf einer globalen Ebene wurden Schwarze Frauen historisch sowohl innerhalb (weiß dominierten) feministischen Bewegungen wie auch in (männlichen dominierten) Black-Power-Bewegungen unsichtbar gemacht. Deutschland stellt hierbei keine Ausnahme dar und kulturelle Repräsentationen werden von den Idealen “weiß” und “männlich” dominiert. Nichtsdestotrotz haben Schwarze Frauen in Deutschland sich immer selbst organisiert und repräsentiert – das Fotobuch „Daima“ ist lediglich einen weiteren Beitrag in eine lange Reihe kulturelle Produktionen und kreative Arbeit von Schwarzen Frauen in Deutschland.
In dieser interaktiven Veranstaltung, wird Mutter, Autorin, Herausgeberin und Aktivistin Sharon Dodua Otoo ihre Beweggründe schildern, die sie dazu geführt hat die englischsprachige Buchreihe „Witnessed“ ins Leben zu rufen. Dabei wird sie den Fokus besonders auf der letzten Publikation „Daima. Images of Women of Colour in Germany“ von Nzitu Mawakha legen.

Präsentation auf englisch und deutsch. Alle Willkommen.

Dazu kommt bereits Bekanntes – Spiele, Schmöckerecke, Diskussionen, (neue) Zines, Bücherstand, Tee, Lesekreis, Brunch (bitte bringt etwas mit), Kinderspielecke..

Datum: 16.02.14
Wo: kosmotique
Wann: 14 – 20h
16h Input danach Lesekreis*

*Der Lesekreis wird dieses Mal beginnen das erste Essay des Buches „Aufstand aus der Küche“ von Silvia Federici zu besprechen. Gerne können Personen noch hinzukommen, jedoch wäre es super wenn das Essay bereits im Vorfeld gelesen wurde.